Auszeichnung für Verdienste um Patenschaft

Schwangauer Bürgermeister zieht ins Manöver

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Auch das Schießen mit dem Sturmgewhr G36 gehört für Bürgermeister Steafn Rinke (rechts) zur Wehrübung.

Schwangau – Seit Jahren pflegt die Gemeinde Schwangau ihre Patenschaft zur 1. Kompanie des Gebirgsaufklärungsbataillons 230. „Wir wollen unsere Soldatinnen und Soldaten aktiv in die lokale Gesellschaft einbinden und öffentliche Aufmerksamkeit für die Belastung im Truppenalltag wecken,“ erklärt dazu Bürgermeister Stefan Rinke.

Er selbst hat als Zeichen der Verbundenheit unlängst eine Wehrübung absolviert. Mit verschiedenen gemeinsamen Veranstaltungen haben Gemeinde und Gebirgsaufklärer heuer ihre Patenschaft betont. Unter anderem haben Soldaten der Einheit traditionell beim Abenteuerzeltlager der Pfarreiengemeinschaft am Forggensee mitgewirkt. Ausbildungsinhalte waren unter anderem die Sanitätsversorgung und Orientierung in freier Natur. 

Bei der Verpflegung am Abend, die gemeinsam in einer Feldküche zubereitet wurde, fand eine rege Diskussion zwischen den Jugendlichen und den Bundeswehrangehörigen statt. Im Rahmen eines Bergmarsches der 1. Kompanie auf den Tegelberg fand außerdem auf Initiative der Gemeinde eine Informationsveranstaltung über alpine Gefahren durch die Bergwacht statt. Und als Ehrengäste nahmen Kompaniechef Major Sebastian Zank und Kompaniefeldwebel Oberstabsfeldwebel Frank Rüppel bei der Einweihung des neuen Feuerwehrhauses in der Schlössergemeinde teil (der Kreisbote berichtete). Ebenso sind sie ständige Teilnehmer beim Jahrestreffen der Vereinsvorstände. Mit Ehrenabordnungen waren die Gebirgsaufklärer darüber hinaus heuer beim Veteranenjahrtag und dem Volkstrauertag vertreten. 

Als Zeichen der Verbundenheit absolvierte Bürgermeister Stefan Rinke kürzlich zudem eine Wehrübung beim Gebirgsaufklärungsbataillon 230. Auf dem Truppenübungsplatz im österreichischen Allentsteig standen Gefechtsausbildung aller Truppen, Kraftfahrweiterbildung TPZ Fuchs 1A8, Fernmeldedienst aller Truppen sowie Pionierausbildung mit dem M-Boot auf dem Dienstplan. Rinke konnte sich während des Aufenthalts auf dem Truppenübungsplatz von der hohen Leistungsbereitschaft der Truppe überzeugen. Das Gebirgsaufklärungsbataillon 230 ist in der Lage in allen Intensitäten, Operationsarten, besonderen Landoperationen und speziellen Gefechtshandlungen, bodengebundene Späh- und Radaraufklärung, luftgestützte unbemannte Lageaufklärung sowie Nachrichtengewinnung durch Feldnachrichtenkräfte im gesamten Aufgabenspektrum auszuführen. 

Auszeichnung für Rinke

Dazu ist die Einheit mit dem Spähwagen „Fennek“, dem Überschneefahrzeug BV 206 Hägglunds, den unbemannten, luftgestützten Aufklärungssystemen Luna und KZO sowie weiteren technischen Aufklärungsmitteln ausgestattet. Mit dem in der Bundeswehr einmaligen Hochgebirgsspähzug ist das Bataillon in der Lage, die Spähaufklärung auch im Hochgebirge und unter extremen klimatischen Bedingungen sowie im schwierigsten Gelände zu betreiben. Am Rande der Übung fand ein Treffen mit dem Standortbürgermeister des Übungsplatzes der Marktgemeinde Pölla im Waldviertel, Günther Kröpfl, statt. Dabei informierte der Niederösterreicher die deutsche Delegation über die Bedeutung des Truppenübungsplatzes für die Region.

Zudem erhielt Rinke eine besondere Auszeichnung: Bei einem Appel anlässlich der zehnjährigen Partnerschaft zwischen dem Aufklärungs- und Artilleriebataillon 4 aus Österreich und dem Gebirgsaufklärungsbataillon 230 überreichte ihm Kommandeur Oberstleutnant Michael Bertram die Ehrennadel des Gebirgsaufklärungsbataillons 230. Begründung dafür sind die besonderen Verdienste der Gemeinde um die Patenschaft mit der 1. Kompanie. 

„Die Auszeichnung freut mich sehr, aber noch mehr habe ich mich auf die kameradschaftliche Aufnahme durch die Soldatinnen und Soldaten gefreut.“ Er habe die Gebirgsaufklärer im Manöver als starke Truppe erlebt, die jederzeit bereit sei, die demokratische Grundordnung zu verteidigen. „Für ihre Einsatzbereitschaft verdienen die Soldatinnen und Soldaten unseren größten Respekt,“ zog der Rathauschef als Fazit.

kb

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