Abstand einhalten - Kein Mannschaftssport

Überfüllter Schwansee: Schlittschuhstreife der Polizei achtet auf Einhaltung der Corona-Regeln

Überfüllter Parkplatz
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Polizisten schnüren ihre Schlittschuhe
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Viele Eisläufer tummeln sich auf dem zugefrorenen Schwansee
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Viele Eisläufer tummeln sich auf dem zugefrorenen Schwansee
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Viele Eisläufer tummeln sich auf dem zugefrorenen Schwansee
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Viele Eisläufer tummeln sich auf dem zugefrorenen Schwansee
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Polizisten kontrollieren die Situation am Schwansee
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Schwangau – Zugeparkte Straßen, dicht bevölkertes Eis und Freitzeitsportler, die Eishockey gegeneinander spielen: Am Dienstag haben viele das schöne Wetter für einen Ausflug auf den zugefrorenen Schwansee genutzt. Doch das führte zum Teil zu chaotischen Zuständen, wie sich rund 20 Personen telefonisch bei der Polizei in Füssen beschwerten. Deshalb schnürten am Mittwoch zwei Polizisten ihre Schlittschuhe, um die Eisläufer auf dem Schwansee für die derzeit geltenden Infektionsschutzverordnungen zu sensibilisieren.  

Für Stefan Prem und Sven Hörning war es kein alltäglicher Einsatz: Bei strahlendem Sonnenschein schnürten die beiden Polizisten, die normalerweise in ihrer Freizeit hobbymäßig Eishockey spielen, ihre Schlittschuhe und fuhren auf den zugefrorenen Schwansee hinaus. Ihr Ziel: größere Menschenansammlungen sowie Kinder und Erwachsene, die in Mannschaften gegeneinander Eishockey spielten. Denn beides widerspricht der Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung.

„Wir wollen heute präventiv Leute ansprechen“, erklärte Alexander Hackl, stellvertretender Leiter der Polizeiinspektion (PI) Füssen. Die Menschen sollen sich zwar an der frischen Luft bewegen. Aber: „Wir wollen, dass sie sich an die Regeln halten.“

Und das heißt: Abstand halten und mit Menschen aus maximal einem weiteren Hausstand unterwegs sein. Diese Gruppen dürfen aber nicht größer als fünf Personen sein – Kinder unter 14 Jahren nicht mitgerechnet. Außerdem gilt: „Mannschaftssport darf nicht gespielt werden. Eishockey unter freiem Himmel ist auch verboten.“

Polizeiaktion kommt gut an

Genau darauf soll die Schlittschuhstreife die Eisläufer aufmerksam machen. Halten sich die Angesprochenen aber dennoch nicht daran, werden die Polizisten entsprechende Anzeigen schreiben. Die Bußgeldbescheide stellt dann das Landratsamt Ostallgäu aus.

Bei den Eisläufern kam die Polizeiaktion gut an, sagte Edmund Martin, Leiter der PI Füssen, auf Nachfrage des Kreisbote. Die Schlittschuhstreife hätte viele Gespräche geführt. „Wenn man die Leute anspricht, sind sie schon verständnisvoll“, so Martin. „ Wir werden das jetzt öfters machen. Es hat schon eine Wirkung, wenn die Polizei vor Ort ist.“

Mehrere hundert Schlittschuhläufer auf dem See

Bereits rund um die Weihnachtsfeiertage hatte sich der Schwansee zum Besucher-Hotsport entwickelt, so Hackl. „Wir beobachten die Situation seit längerem.“ Doch am Dienstag bot sich selbst für ihn ein verblüffendes Bild: Die Besatzung eines Polizeihubschraubers hatte am späten Nachmittag Luftaufnahmen vom Schwansee gemacht. Darauf zu sehen: Mehrere hundert Schlittschuhläufer, die zum Teil eng beieinander ihre Kreise zogen. „Das war um 16 Uhr. Da war der große Run schon vorbei“, so Martin.

Auch für die Parkplätze und die angrenzenden Straßen hatte das Folgen. Der kostenlose Parkplatz, der im Vogelschutzgebiet liegt, war überfüllt. „Wir mussten 40 Anzeigen wegen Falschparkens ausstellen“, so Hackl. Auch die Parkstraße sei komplett zugeparkt gewesen. Die Beamten erstellten deshalb mehrere Anzeigen nach dem Bayerischen Naturschutzgesetz.

Parkplatz wird gesperrt

Damit sich solche Szenen künftig nicht wiederholen, wird die Polizei nach Abstimmung mit dem Wittelsbacher Ausgleichsfonds den Parkplatz absperren, sobald er voll ist. Das war am Mittwoch bereits um 10 Uhr der Fall. Schlittschuhläufer und Wanderer, die mit den Autos anreisen, bleiben dann nur noch die kostenpflichtigen Parkplätze zu Füßen der Königsschlösser.

kk

Rubriklistenbild: © Knoll

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