Schwellenland ist abgebrannt

Magnus Peresson (rechts) stützt den geplagten Bürgermeister Paul Iacob (Michael Jakob). Foto: Schuster

Ein dickes Fell braucht Bürgermeister Paul Iacob gewiss, wenn er sich die die Darbietung „Beim Frisär“ von Michael Jakob, Wolfgang Dzierzon und Magnus Peresson ansieht, die heuer zum zehnten Mal das „Derblecken“ beim Starkbieranstich im Hotel Hirsch übernahmen. Ein Jubiläum feierte auch die Kooperation der Hacker-Pschorr-Brauerei und des Hotels Hirsch.

Anlässlich der 100-jährigen Partnerschaft zwischen Hotel und Brauerei stach Harry Stadlmayr, Verkaufsdirektor der Hacker-Pschorr/Paulanergruppe, das Salvator-Fass unter den Augen seiner Kollegen Andreas Kießwetter, Wolfgang Schopper und Wirtin Christine Bletschacher an. Dann führte Magnus Peresson im Arztkittel seinen Kollegen Michael Jakob, mit markanter Perücke und Fliege als sein Namensvetter Paul Iacob verkleidet, herein, so dass das Derblecken losgehen konnte. Ein kranker Bürgermeister trat auf, der meinte, „ich schlafe wenig, träume viel.“ So etwa vom Stadtrat Jürgen Doser, der ihm sage, dass man auf seinem Haupt hervorragend eine Photovoltaikanlage bauen könnte, die den ganzen Stadtrat erleuchtet. „Paul Iacob hat eine große Zukunft – hinter sich“, urteilte das Trio. Er sei aber ein ungewöhnlicher Politiker, weil er glaubt, was er sagt. Zu seinem „Reich“ gehört unter anderem das „Schwellenland“ Hopfen – eine Anspielung auf den nicht barrierefreien Neubau der Touristinfo dort, wo Prominente Baugenehmigungen in Rekordzeit bekommen und die „schizophrene Dreifaltigkeit“ Uli Pickl, alias Zithersimmerl und Zither Spieler lebt. Das Wort „Brand“ dürfe man in Iacobs Gegenwart übrigens nicht sagen, zu tief sitzt der Schock über die immensen Brandschutzkosten, die an der Grundschule anstehen und womöglich an vielen städtischen Gebäuden. Klare Worte fanden das Trio beim Thema Wasenmoos: „Ein Bürgermeister, der sich hinter den Landrat stellt und nicht vor seine Bürger, der hat schon verloren. Etwas lockerer ging es bei der Rubrik „Fiasnerisch für eingschmeckte“ zu. Unter anderem wunderte sich Peresson über die eigenartigen Vornamen, die auch auf dem Land Einzug halten. „Kimberly, treib d'Kia rei!“, klinge doch eigenartig.

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