»Möge Seeg Ihr Bethlehem werden!«

Bischof Bertram eröffnet neue Ordensniederlassung der »Daughters of Divine Love« in Seeg

Bischof Bertram Meier segnet die Räume des Konvents der „Daughters of Divine Love“ in Seeg.
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Bischof Bertram Meier segnet die neuen Räume des Konvents der „Daughters of Divine Love“ in Seeg.

Seeg – Die neue Ordensniederlassung der „Daughters of Divine Love“ hat Bischof Dr. Bertram Meier jetzt in Seeg eröffnet und gesegnet. Drei Schwestern aus Nigeria und Kamerun werden dort künftig das Seeger Caritasheim mitbetreuen. Das gibt das Bistum Augsburg bekannt. 

In den Räumen des Konvents begrüßte der Bischof die anwesenden Ordensschwestern um die deutsche Regionaloberin Sr. M. Rosemary Ude aus Bonn. In seiner Ansprache betonte er, dass die „Töchter der Göttlichen Liebe“ eine neue Perspektive nach Seeg brächten und dass durch ihre Präsenz der gemeinsame Blick auf Jesus hin geweitet und bereichert würde.

„Wer auf Sie trifft, der soll erkennen: Jesus ist nicht nur was für schwäbisch-bayerische Tradition, sondern durch Sie wollen, ja sollen die Menschen Jesus näherkommen“, so der Bischof.

Zudem hob Bischof Bertram das sozial-karitative Engagement der Schwestern hervor. Gelebter christlicher Glaube sei auch immer eine Bewegung hin zu den Menschen, besonders zu den Armen, Schwachen und jenen, die gesellschaftlich am Rande stehen. Insofern freue es ihn besonders, dass der Orden seinen Platz beim Caritas-Altersheim in Seeg gefunden habe und sich dort künftig einbringen und engagieren werde.

Bischof verweist auf das elfte Gebot

Er wünschte den Schwestern in seiner Predigt zum nachfolgenden Pontifikalamt, dass ihr Herz Ruhe fände in Gott und bei den Menschen, die sie begleiten und denen sie Hilfe sein wollten. Mit Bezug auf den Jesuiten und Caritas-Seelsorger Henri Boulard sprach Bischof Bertram vom elften Gebot, das es zu beachten gälte.

Ähnlich wie einst bei den biblischen Magiern, heute als heilige drei Könige besser bekannt, gäbe der Weg der „Daughters of Divine Love“ ins Allgäu eine Antwort auf die Frage, wie man dem Stern Bethlehems auf der Spur bleiben könne: „Die Magier sind nicht die Letzten! Sie sind die Ersten einer langen Prozession, die bis in unsere Zeit hineinreicht. Ob Sternsinger oder Schwestern aus Afrika, sie alle sind wie ein großer Zeigefinger auf das Elfte Gebot: Ihr sollt suchen!“ Dabei wünschte er den Schwestern: „Möge Seeg Ihr Bethlehem werden!“

Das Caritasheim in Seeg hatte bis 2013 die Ordensgemeinschaft der Auerbacher Schulschwestern mitbetreut und seelsorgerisch begleitet. Über die Vermittlung durch Weihbischof Florian Wörner wurde der Kontakt zwischen der Gemeinde Seeg und den „Daughters of Divine Love“ hergestellt, die die Heimbetreuung in Zukunft fortführen werden.

Über 1000 Mitglieder

Die Ordensgemeinschaft hatte 1969 der damalige Bischof von Port Harcourt in Nigeria, Godfrey Okoye CSSP, gegründet. Von Anfang an waren die Schwestern durch die Erfahrungen des Biafra-Kriegs in Nigeria sowie den Reformen des Zweiten Vatikanischen Konzils geprägt. Gemäß ihrem Motto „Caritas Christi urget nos – Die Liebe Christi drängt uns“ widmen sie sich in ihrer Arbeit vor allem dem sozial–karitativen Engagement in Altenheimen und Krankenhäusern, aber auch Bildungseinrichtungen und der Pfarrseelsorge.

Die Ordensgemeinschaft zählt weltweit rund zweihundert Niederlassungen mit über tausend Mitgliedern. Seit 1983 unterhält sie auch eine deutsche Region, die mittlerweile 15 Häuser in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Belgien umfasst. Ihr Ordenskürzel ist „DDL“.

kb

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