Rinderle hält auf der Bürgerversammlung nach einem Nachfolger Ausschau

Gut besucht ist die Bürgerversammlung in Seeg. Dabei appelliert Bürgermeister Manfred Rinderle, an die kommende Kommunalwahl zu denken. Foto: gau

Seeg – Die Kommunalwahlen stehen zwar erst in anderthalb Jahren an, dennoch hat der Seeger Bürgermeister, Manfred Rinderle, kürzlich seine Bürger auf der Bürgerversammlung darauf aufmerksam gemacht. Denn er wird nicht mehr kandidieren und sucht jetzt nach einem Nachfolger.

Seit fünf Wahlperioden, im Moment 28 Jahre, ist Manfred Rinderle Bürgermeister von Seeg. Die ersten vier hauptberuflich, in der letzten jetzt ehrenamtlich. Dass die aktuelle auch seine letzte Amtsperiode ist, darauf hatte der Seeger Rathauschef schon mehrfach hingewiesen. In der Bürger- versammlung machte er dann das Thema zu einem Tagesordnungspunkt. Denn bevor die Bürger in gut eineinviertel Jahren zur Wahlurne schreiten können, müssen zahlreiche Punkte geklärt werden. Da ist zum einen die Haupt- oder Nebenberuflichkeit des Amtes. Vor vier Jahren hatte man, auch aus privaten Gründen Rinderles, das Amt zum Ehrenamt gemacht. Dennoch habe er mehr Zeit im Büro verbracht und sei in Bürgermeistergeschäften unterwegs gewesen, als in den vorangegangenen Wahlperioden, sagte Rinderle. Sollte der Seeger Bürgermeister wieder hauptberuflich werden, so Rinderle, hätten bereits zwei seiner Gemeinderäte Interesse bekundet. 

Womit man zum zweiten Problem komme, meinte der Rathauschef im Gemeinde- zentrum. Bislang gibt es nur eine Liste für Seeg, die einzelnen Gemeinderäte vertreten keine politische Partei, obwohl es noch eine CSU-Ortsgruppe in Seeg gibt. Doch können nur Listen Bürgermeister nominieren, aktuell könnte also nur einer der beiden, Rinderle stellte Markus Berktold und Josef Gast vor, aufgestellt werden. Erst bei der Wahl könnten dann die Wähler weitere Namen auf dem Wahlzettel hinzufügen. Nun also stelle sich die Frage, wie man weiter verfahren wolle, ob man etwa neue Wählergruppen bilde. Vor allem aber, wer das organisieren könnte. Es gehe hierbei um Seeg, so Rinderle, das sei es wert, dass man sich dafür einsetze. Auch wenn es bei 48 Ortsteilen und dem Sitz der Verwaltungsgemeinschaft, ein nicht eben einfacher Job sei. Das hatten die Versammelten schon Rinderles Ausführungen zum abgelaufenen Jahr entnehmen können. Das sei streng gewesen, auch das nächste werde wieder streng, so Rinderle. 

Zwar konnte mehr Geld als geplant in den Vermögenshaushalt zugeführt werden, dafür aber sanken die Schlüsselzuweisungen und die Kreisumlage stieg – Folge der steigenden Steuereinnahmen Seegs. Durch den Bau der Schleiserweg-Wohnanlage stieg auch die Pro-Kopf-Verschuldung auf 1700 Euro, bis 2016 sollte sie aber unter 1000 Euro liegen. Seeg etabliert sich als „Honigdorf“ und bekommt als Belohnung für seine Anstrengungen um den Bahnhof einen neuen Bahnsteig – Ergebnis eines gewonnenen Wettbewerbs. Auch im Tourismus sieht es rosig aus, zwar kommen weniger Gäste, bleiben dafür aber länger. Und im kommenden Jahr wird Seeg Gastgeber für das Gautrachtenfest sein, das Ende Juli stattfinden wird. gau

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