Lichter leuchten im Schnee

Gestärkt mit heißen Getränken und Schmankerln traf man sich vor der Bäckerei Scherbaum oder an der „Hexenküche“. Foto: nis

Seeg – Es kam wie es nicht kommen sollte: Die Wolken hingen tief und es schneite. Nasser Schnee, verwandelte die Straßen in Seeg zum rutschigen Erlebnis. Trotzdem ließen sich die Seeger die Nacht nicht vermiesen. Gutgelaunte Besucher jeden Alters kamen zur siebten „Nacht der 1000 Lichter“.

Kinder der Kindertagesstätte Seeg sangen und entzündeten mit Teelichtern in weißen Tüten zwei große Holz-Sterne neben der Sparkasse. Lange brannten die Lichter dort nicht, wurden sie doch wie viele andere am Samstag vom Schnee-Regen gelöscht. An mehr Stellen als in den vorausge- gangenen Jahren waren Fackeln entzündet worden, die sich nicht so schnell wetterbedingt löschen ließen. 

Das Gemeindezentrum war Treffpunkt für viele Seeger. Umringt von Handwerks- und Handarbeitsständen stellte sich das Bürgerforum gemeinsam mit Gästen aus der französichen Partnergemeinde St. Laurent sur Sèvre vor. Zweihundertfünfzig Austern, Baguettes mit Rillettes oder französischem Käse ließ die Besucher Schlange stehen. Draußen konnte man sich mit Suppe aus der Gulaschkanone und beim THW im Industriegebiet aufwärmen. Aber auch Torpedo-Kartoffeln vor der Kirche, Glühwein oder Honigbier boten zahlreiche Stände in ganz Seeg an. Überall dampfte und duftete es an Buden und zog Besucher an. 

Trotz des stärker werdenden Schneeregens fand der „Schaukampf unter dem Sternenzelt“ der Römisch-Deutschen Ritterschaft e.V. gegenüber dem Gemeinde- zentrum statt. Tief beindruckt zeigten sich Besucher über die „Fantastische Feuershow“ der Gruppe „Artisitica Anam Cara“, die entgegen der Ankündigung auch bei nassem Wetter stattfand. Ob Lateinamerikanische Musik von „Yerba-Mate“, Hipp Hopp oder Zauberkünstler und Bauchredner, in fast allen Geschäften, Vereinen und Gewerbeeinrichtungen wurden Vorführungen, warme Getränke oder Kulinarisches, wie Pizza und Steckerlfisch angeboten – und Kinder waren überall willkommen.

Feuerwerk fand trotzdem statt

Die Erlebnisimkerei war bei Kindern gefragt, konnten sie hier doch ihre eigenen Fackeln aus Bienenwachs basteln und sie dann im Hof anzünden. Nur mit Kerzen beleuchtet bot die Kirche St. Ulrich bei leiser Musik und gregorianischen Gesängen Besuchern an, ihre innere Wärme zu finden.Was bei der Wetterlage kaum zu erwarten war: Das abschließende Feuerwerk fand statt und begeisterte wie alles andere. Nur die Modell-Ballone, die diesmal durch die gesamte Lichtermeile ziehen sollten, konnten wegen des Wetters nicht vorgeführt werden. Und vielleicht brannten heuer wetterbedingt nur 999 Lichter, was der Stimmung keinen Abbruch tat. jl

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