"Juwelier Wollnitza" feiert Jubiläum und beschenkt das Stadtmuseum

"Sie sind eine Bereicherung"

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Nicht nur Bürgermeister Paul Iacob (rechts) freut sich über die Standuhr, die Ralpf Prinz dem Stadtmuseum überlässt.

Füssen – Allen Grund zum Feiern gab es kürzlich bei „Juwelier Wollnitza“ in der Hutergasse 1 in der Altstadt.

Und so machten dem Fachgeschäft für Uhren und Schmuck zahlreiche Gäste ihre Aufwartung, um dem traditionsreichen Unternehmen bei einer Feierstunde zu dessen 125. Geburtstag zu gratulieren. Einige der Gratulanten nahmen diese Gelegenheit auch zum Anlass, Dieter Prinz, dem Vater des jetzigen Geschäftsinhabers Ralph Prinz, mit einem „Goldenen Meisterbrief“ zu ehren. 

Umgekehrt zeigte sich Ralph Prinz freigebig, indem er dem Stadtmuseum Füssen eine Standuhr des Füssener Uhrmachermeisters Johannes Maurer von 1770 als Dauerleihgabe zur Verfügung stellte. Zuvor hatte er „125 Jahre ein stolzes Alter“ genannt und sowohl den Firmengründer Anton Wollnitza, der das Unternehmen 1892 im damaligen Hindenburg in Oberschlesien (heute Zabrze) aus der Taufe gehoben hatte, als auch dessen Sohn Alfred gewürdigt. 

Und während Letzterer vor fast 70 Jahren, 1948, das erste Uhrmachergeschäft „Wollnitza“ in Füssen eröffnet hatte, hatte Dieter Prinz den Laden in der Hutergasse am Stadtbrunnen 1984 von Alfred Wollnitza übernommen. Er selbst, so erklärte Ralph Prinz, sei damit 2009 „in große Fußstapfen getreten“, als die Führung des Geschäfts an ihn übergegangen war.

Iacob gratuliert

Ein großes Lob sprach Bürgermeister Paul Iacob aus, der dabei unter anderem „die gute Zusammenarbeit“ hervorhob, die die Lechstadt und das Geschäft pflegten. Seinen Worten nach wäre „die Abteilung Uhren im Museum ohne Wollnitza nicht möglich gewesen“. Zudem verdanke man dem Betrieb die Instandsetzung der Uhr des ehemaligen Klosters St. Mang, die „ein großer Akt“ gewesen sei. 

Iacob nannte das Jubiläum „eine bemerkenswerte Angelegenheit in der heutigen schnelllebigen Zeit“. Indessen schätzten „Kunden von weit her ihr Geschäft“, so das Stadtoberhaupt weiter, und fügte hinzu: „Sie haben die Historie bewahrt und erfolgreich die Öffnung zur Moderne vollzogen. Sie bringen neue Trends auf der Basis historischen Handwerks. Sie sind eine Bereicherung für die Stadt.“ 

Diese Anerkennung des Bürgermeisters dürfte indes nicht nur Ralph, sondern auch Dieter Prinz gefreut haben. Dieser war außerdem „stolz“ über den „Goldenen Meisterbrief“, den ihm seine ehemaligen Schüler Helmut Waldmann, Helmut Ganz und Urban Aumann von der Uhrmacher-Innung Schwaben-Augsburg überreichten. Stelle dieser doch „eine besondere Auszeichnung“ dar.

lex

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