Wasserwachtler steigen an Neujahr in den kalten Lech

Füssener Fackelschwimmen feiert 30. Geburtstag

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Am 1. Januar werden wieder zahlreiche Fackelschwimmer in den kalten Lech steigen.

Füssen – Was am 1. Januar 1990 mit 13 Tauchern als Demonstration ihres Könnens der Wasserwacht begann, ist mittlerweile aus dem Veranstaltungskalender nicht mehr wegzudenken: das Neujahrs-Fackelschwimmen der Füssener Wasserwacht. Am Mittwochabend, 1. Januar, findet es zum 30. Mal statt.

Am Mittwoch, 1. Januar, werden bei Anbruch der Dunkelheit zum nunmehr 30. Mal bis zu fünfzig mutige Rettungsschwimmer der Ostallgäuer Wasserwachten in den winterlich kalten Lech steigen und sich im Fackelschein an der Füssener Altstadt vorbei flussabwärts treiben, um den mehreren Tausend Zuschauern ein gutes neues Jahr zu wünschen. Wer das eindrucksvolle Schauspiel miterleben möchte, sollte sich rechtzeitig einen guten Platz am Lechufer oder auf der Theresienbrücke unterhalb des Klosters St. Mang sichern. Ab 16 Uhr kann man sich hier mit Glühwein, Punsch und heißen Würstchen die Wartezeit verkürzen, bis gegen 17.30 Uhr die erste Fackel an der Lechbiegung zu sehen ist.

Wenn die Fackelschwimmer die Theresienbrücke passieren, schießen die Füssener Böllerschützen dem neuen Jahr Salut. Zum Abschluss gibt es ein Feuerwerk über dem Lech. Kommen heute regelmäßig tausende Zuschauer zu dem Spektakel, waren dies zu Beginn vor 30 Jahren weitaus weniger. „Das Fackelschwimmen war zunächst als Demonstration der Einsatzfähigkeit der Wasserwacht im Winter gedacht und aufgrund einer kurzen Pressemeldung kamen auch ein paar hundert Zuschauer“, erinnert sich Jürgen Geisenfelder von der Wasserwacht. „Dass die Veranstaltung zu einem Großereignis wurde, konnte damals keiner ahnen.“ 

Feuerwerk kommt dazu 

Zwischenzeitlich waren es zwischen 70 und 90 Männer und Frauen aller Altersklassen zwischen zehn und 70 Jahren, die Jahr für Jahr mehr Zuschauer an den Lech lockten. So wurde aus dem zunächst einmaligen Ereignis im Laufe der Jahre eine Großveranstaltung „Die beleuchtete Jahreszahl und das Feuerwerk wurden im Laufe der Jahre mit in das Programm aufgenommen und sorgen seitdem für gute Stimmung unter den Zuschauern“, berichtet Geisenfelder. 

Aber nicht nur für das Publikum, auch für die Schwimmer sei die Traditionsveranstaltung ein Höhepunkt und ein gelungener Beginn des neuen Jahres, so Geisenfelder weiter. „Es ist schon imposant, wenn langsam die Brücke näher kommt und in der Dunkelheit die Menschenmassen Form annehmen, die Böller über den Lech knallen, die Stimmung unter den Zuschauern wächst, ein neues Jahr aus dem Lech erschallt und zum krönenden Abschluss ein Feuerwerk den nass-kalt-fröhlichen Badespaß beendet“, schildert Geisenfelder das Erlebnis „Neujahrs-Fackelschwimmen“ aus Sicht der Teilnehmer.

kb

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