Kraftvoll und mitreißend

"Tina Turner Story" liefert eine energiegeladene Show im Festspielhaus Füssen ab

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Dorothea „Coco“ Fletcher überzeugt mit dunkler Klangfarbe und kräftiger Stimme als Tina Turner.
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Dorothea „Coco“ Fletcher überzeugt mit dunkler Klangfarbe und kräftiger Stimme als Tina Turner.
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Dorothea „Coco“ Fletcher überzeugt mit dunkler Klangfarbe und kräftiger Stimme als Tina Turner.
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Dorothea „Coco“ Fletcher überzeugt mit dunkler Klangfarbe und kräftiger Stimme als Tina Turner.
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Dorothea „Coco“ Fletcher überzeugt mit dunkler Klangfarbe und kräftiger Stimme als Tina Turner.

Füssen – Zum 80. Geburtstag der Musiklegende Tina Turner ging die Show „Simply The Best – Die Tina Turner Story“ auf große Tournee. Am Sonntag machte sie nun Halt am Festspielhaus Füssen. Stimmgewaltig und energiegeladen zeichneten die Darsteller dort den Werdegang der Rockikone nach.

Nach 50 Jahren im Musikgeschäft verabschiedete sich Tina Turner 2009 mit ihrer „Tina!: 50th Anniversary Tour“ von ihren Fans. Dabei absolvierte die damals 70-Jährige 90 Auftritte in 46 Städten und spielte vor einer Millionen Fans. Hinter ihr lag ein Leben im Rampenlicht voller Höhen, aber auch Tiefen. Und das zeichnete jetzt die Show „Simply The Best – Die Tina Turner Story“ im Festspielhaus nach. 

Als 19-Jährige lernte Anna Mae Bullock Ike Turner, dargestellt von Vasti Jackson, und seine Band The Kings of Rhythm“ in St. Louis kennen. Zunächst trat sie als Backgroundsängerin mit ihnen auf, bevor sie schließlich bei dem Lied „A Fool in Love“ als Sängerin einsprang. Das Lied wurde ein Hit und aus Anna Maie Bullock Tina Turner. Von nun an stand sie zusammen mit ihrem Ehemann und der Band als „Ike & Tina Turner Revue“ auf der Bühne, wobei sie von der Back-up-Group „The Ikettes“ begleitet wurden. 

Della Miles als Jesse Smith, Meimouna Coffi als Vendetta Fields und Sharlie Pryce als Robbie Montgomery lieferten bei der Show den stimmgewaltigen Background-Gesang und zeigten gemeinsam mit Tina Turner-Imitatorin Dorothea „Coco“ Fletcher zum Teil die Originalchoreographien, während Aufnahmen und Fotos der damaligen Zeit auf einer Leinwand im Hintergrund zu sehen waren. 

Zusammen präsentierten sie im ersten Teil der Show die Rock´n´Roll, Blues, Funk und Soulnummern der sechziger und siebziger Jahre. So bekam das Publikum unter anderem „It´s gonna work out fine“ zu hören, der der Gruppe die erste Grammy-Nominierung für die beste „Rock´n´Roll“-Aufnahme einbrachte, das Beatles-Cover „Come Together“ oder „Proud Mary“ von John Fogerty und der Band Creedence Clearwater Revival, die erfolgreichste Aufnahme von Ike und Tina Turner in den USA. 

Fletcher begeisterte dabei das Publikum mit ihrer dunklen Klangfarbe und kräftigen Stimme, die dem Original schon sehr nahe kommt. Und auch optisch sieht sie der Musiklegende so ähnlich, dass es schon zu Verwechslungen kam. Spätestens beim Lied „Nutbush City Limits“, das Tina Turner 1973 selbst geschrieben hatte, gewann sie wohl den letzten Zuschauer für sich. Mit frenetischem Zwischenapplaus, Jubel und Pfiffen honorierte das Publikum ihre Leistung. 

Und auch die Band überzeugte. Vor allem Ike Turner-Darsteller und Grammy-Award-Gewinner Vasti Jackson begeisterte mit seinem leidenschaftlichen Auftritt und seinem Können an der E-Giarre. Daneben stach Ilia Skibinsky mit seinen virtuosen Saxophon-Soli heraus. 

Doch auch die Tiefen im Leben der Rockikone kamen bei der Show nicht zu kurz. Während die Darsteller in ihren wenigen Dialogen hauptsächlich Englisch sprachen, brachte Roger Davies-Darsteller Marten Krebs als Erzähler dem Publikum auf Deutsch die Lebensgeschichte der „Queen of Rock“ näher. So wurde angedeutet, dass der kontrollwütige Bandleader Ike Turner privat seine Wut und Frust an seiner Ehefrau ausließ. 1976 gelang ihr schließlich die Flucht aus dem gemeinsamen Hotelzimmer. 1978 reichte sie die Scheidung ein, bei der sie auf sämtliche Rechte an den gemeinsamen Musikstücken verzichtete. 

Comeback als Solokünstlerin 

Verschuldet gelang es Tina Turner zunächst nicht an die Erfolge der „Ike&Tina Turner Revue“ anzuknüpfen. Zwei Alben floppten ehe ihr 1983 ein Erfolg mit der Single „Lets Stay Together“ und schließlich der große Durchbruch als Solokünstlerin mit dem Album „Privat Dancer“ gelang. Nun stand Fletcher so als Tina auf der Bühne, wie die meisten Fans sie wohl kennen: Mit blonder Mähne, knappen Kleidern und mitunter rockigem Outfit in Lack und Leder. Was folgten waren die größten Rock-Pop-Hits der Sängerin: „We Don´t Need Another Hero“, dem Titelsong des Action-Klassikers „Mad Max – Jenseits der Donnerkuppel“, bei dem die Sängerin auch selbst mitspielte, „Privat Dancer“, „What´s Love Got To Do With It“, „Better Be Good“ und dem James-Bond-Titelsong „Golden Eye“. 

Bei „The Best“ forderte Fletcher die Besucher zum Aufstehen auf. Bis zum Schluss setzten sich diese nicht mehr hin, sondern sangen und tanzten beim Rockklassiker und der anschließenden Zugabe „Notbush City Limits“ mit, bevor sie die Darsteller, Tänzer und Band mit langem Applaus und Jubelrufen verabschiedeten.

kk

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