Skate-Anlage für Reutte

Das Modell zeigt wie der zukünfige Fun- und Skaterpark ausschauen soll. Foto: Sommer

Im kommenden Jahr soll ein Fun- und Skaterpark am Jugendzentrum Smile in der Mühlerstraße gebaut werden. Das war das Ergebnis eines kürzlich stattgefundenen Gesprächs zwischen Jugendlichen, Vertretern der Marktgemeinde sowie der Firma Camp Ramps, die die Anlage kommendes Jahr bauen wird.

Im Jugendzentrum haben sich die Beteiligten, allen voran natürlich die Jugendlichen, gemeinsam mit Bürgermeister Alois Oberer und Vizebürgermeister Dietmar Koler sowie dem Reuttener Städteplaner Armin Walch, getroffen und die Möglichkeiten diskutiert. Dafür waren etwa 40 Jugendliche gekommen, um sich für ihren Sport einzusetzen und sie haben viel erreicht. Rund 700 Quadratmeter groß soll die neue Anlage werden, die sich an das Jugendzentrum in der Mühlerstraße anschließen wird. Geschätzte 100.000 bis 120.000 Euro will die Marktgemeinde dafür bereitstellen. Verschiedene Rampenelemente, Treppen, ein so genannter Pool, eine Pyramide, Handrails und Ledges sollen an diesem Ort entstehen, erklärte Daniel Dreßen, Vertreter der Firma Camp Ramps, die Planungen bei der Pressekonferenz. Für Dreßen, der eigens aus Stolberg bei Aachen angereist war, ist das eine recht logische Zusammenstellung der Elemente. Bei CampRamps reihe man nicht nur die einzelnen Elemente aneinander, sondern lebe die Sportarten nach. Dabei hole die Firma quasi den urbanen Raum in den Funpark. Denn die Elemente, das deuten die Namen schon an, sind aus dem städtischen Alltag entlehnt. So finden sich in Malls und Innenstädten Geländer, Randsteine oder Treppen, die oft von den Skatern genutzt werden. Es sei eine Aufwertung für die Jugend, so Armin Walch, die durch den Standort am Schulzentrum eben nicht an die Peripherie abgeschoben werde. Reutte als Bezirkshauptort habe eine Zentralitätsfunktion erfüllende Infrastruktur zu gewährleisten, so der Städteplaner. Was die Marktgemeinde mit der neuen Anlage nun leisten wird. Vergleichbare Anlagen, da waren sich die Jugendlichen sicher, finden sich erst in Ulm oder Innsbruck wieder. Diese hätten sich sehr diszipliniert eingebracht und sich für ihre Interessen engagiert, lobte der Rathauschef. Kein Argument war für Oberer hingegen die „Lärmbelästigung“. So läge die vielbefahrene Mühlerstraße zwischen den Anwohnern und dem künftigen Fun- und Skaterplatz, der teilweise im Untergrund verschwinden wird, um eine ebenerdige Anlage zu ermöglichen. Auch werde es „natürliche“ Nutzungszeit geben, war sich Oberer sicher, da der komplett in Beton ausgeführte Park nicht überdacht oder beleuchtet werden wird. Auch Koler war erfreut über die gefundenen Lösung. Man habe einen Kompromiss bezüglich der Größe und des Parkplatzes finden müssen. Die Anlage heiße im Übrigen auch deshalb Funpark, weil nicht nur Skater den Park nutzen können, sondern auch Biker, Scooter-, Dirtbiker und BMX-Fahrer. Die interessierten Jugendlichen werden nun, so Wolfgang Geiger, Vorstand des Jugendausschusses, kleine Gruppen bilden, in der sie Ideen und Vorschläge erarbeiten, nach denen der Funpark umgesetzt werden soll. Nachdem die Gemeinde nun schon ihre Bereitschaft signalisiert hat, könnten die Arbeiten für die Anlage anlaufen, sobald es die Witterung zulässt. So wäre der Fun- und Skaterpark dann spätestens im Sommer nutzbar.

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