Ab sofort darf wieder Kies am Forggensee abtransportiert werden

Kieslaster steuern wieder den Forggensee an

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Bis zum Beginn der bayerischen Sommerferien dürfen Kieslaster nun wieder den Forggensee ansteuern.

Füssen – Die Arbeitsgemeinschaft (ARGE) Forggensee, ein Zusammenschluss von heimischen Bauunternehmen, darf heuer doch noch den begehrten Kies im Forggensee abbauen.

Grünes Licht dafür haben vergangene Woche das Wasserwirtschaftsamt Kempten und das Landratsamt Ostallgäu gegeben, teilte Thomas Scheibel, Juniorchef der Baufirma Scheibel, mit. Und auch die verkehrsrechtliche Anordnung liege mittlerweile vor.

Bis zum Beginn der bayerischen Sommerferien dürfen jetzt Kieslaster den Forggensee ansteuern. Doch danach sah es zunächst gar nicht aus. Denn nachdem das Wasserwirtschaftsamt (WWA) den Antrag abgesegnet hatte, musste noch das Landratsamt zustimmen. Und dieses verwies zunächst darauf, dass die Bürgermeister der anliegenden Gemeinden keine Kieslaster auf ihren Straßen während der touristischen Hochsaison möchten. Deshalb sollte der Kiesabbau erst im September beginnen. Doch dann könnte der See schon wieder voller Wasser sein. Schließlich kann seit vergangenem Montag der See wieder aufgestaut werden (der Kreisbote berichtete). 

Mitte vergangener Woche wendete sich dann aber offenbar das Blatt. Alle Bürgermeister der Anliegergemeinden sprachen sich am Landratsamt Ostallgäu für den sofortigen Kiesabbau aus – zumindest solange, bis die Sommerferien in Bayern beginnen, erklärte Scheibel. Schließlich kommen die meisten Gäste in der Region aus Bayern. Bis dahin könnten die Bauunternehmen noch maximal 35.000 Tonnen Kies aus dem alten Abbaugebiet entnehmen, so der Bauunternehmer. Er selbst zeigte sich froh über diese Entscheidung. Sie „war wichtig, weil der Rohstoff in der Region gebraucht wird“ – auch für den Tourismus. „Die Bürgermeister haben erkannt, dass es für die Region keine Alternative zum Forggensee gibt“, sagte Scheibel.

Katharina Knoll

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