Lange Pässe und rasante Abfahrten

Am Sonntag findet der elfte Rad-Marathon Tannheimer Tal statt

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Beim Rad-Marathon Tannheimer Tal können die Sportler zwischen vier Strecken auswählen. Von der Marathon-Distanz bis zum 58 Kilometer-Rennen.

Tannheim – Am Sonntag, 7. Juli, steht das Tannheimer Tal erneut ganz im Zeichen des Rad-Marathons Tannheimer Tal. Die rund 2500 Teilnehmer beweisen dabei einen langen Atem und Durchhaltevermögen.

Um 6 Uhr fällt der Startschuss für die Teilnehmer auf der Langdistanz über 220 Kilometer mit 3500 Höhenmetern. Um 7 Uhr starten die Sportler auf die 131 Kilometer- und die 92 Kilometer-Distanz. Um 8 Uhr fällt schließlich der Startschuss für die 58 Kilometer-Distanz. Start und Ziel befinden sich jeweils in Tannheim. „Die Herausforderung und landschaftliche Schönheit der Streckenführung begeistert seit einem Jahrzehnt sehr viele Teilnehmer. Das ist auch ein Grund warum beim Rad-Marathon Tannheimer Tal weiterhin die Runde durchs Allgäu und über den Riedbergpass beibehalten wird“, sagt OK-Chef Michael Keller, Chef des Organisationskomitees. 

Der Rad-Marathon führt über Oberjoch, Jungholz, Wertach, Oberellegg und Kranzegg nach Immenstadt. Von dort geht es über die Hörnerdörfer und Obermaiselstein auf den Riedbergpass. Dadurch überfahren die Sportler den höchstgelegenen Pass Deutschlands auf 1.407 Metern und einer maximalen Steigung von 16 Prozent. „Eine harte Nuss ist der Riedbergpass schon, denn mit einer Länge von 8,7 Kilometern und 620 Höhenmetern hat er es in sich. Ab Obermaiselstein ist die Straße sehr steil und kurvig – eben eine richtige Passstraße“, weiß Keller. „Heuer haben wir zu Beginn wieder eine längere Baustelle, das macht die Strecke nochmals schwerer und zu einer echten Herausforderung.” Danach folgt eine lange Abfahrt in den Bregenzerwald und anschließend ein 42 Kilometer langer anspruchsvoller Anstieg bis zum Hochtannbergpass. 

Echte Herausforderung 

Nach Warth führt eine längere Abfahrt ins Lechtal und entlang des wildromantischen Lech bis zum Gaichtpass, wo die letzte Hürde vor dem Ziel im Tannheimer Tal wartet. „Die 220 Kilometer stellen eine echte Herausforderung dar“, finden auch die ehemaligen Radprofis Marcel Wüst aus Köln und der ehemalige Österreich-Rundfahrtsieger Gerrit Glomser. Die 131-Kilometer-Strecke wird wie üblich als RTF (Rad Touristik Fahrt) gestartet. Das bedeutet, dass auf der Teilnehmerurkunde die individuelle Zeit angeführt wird, es aber keine offizielle Ergebnisliste der 131-Kilometer-Distanz gibt. Dies trifft ebenso auf die 92/58-Kilometer-Strecken zu. „Die drei kürzeren Varianten erhöhen das Breitensport-Angebot und machen das Erlebnis Rad-Marathon auch Einsteigern möglich. Gestartet wird in Tannheim und an der Klimm Brücke in Elmen kann der Teilnehmer entscheiden, ob er Richtung Holzgau die131-Kilometer-Strecke wählt oder wendet und sich für die 92 Kilometer entscheidet und gleich Richtung Tannheimer Tal fährt“, beschreibt Keller das Angebot für die ambitionierten Hobbyradler. 

Seit vergangenem Jahr ist für Einsteiger eine 58-Kilometer-Strecke mit im Programm. „Hier wollen wir den Einstieg in das Erlebnis Rad-Marathon erleichtern und alle Fahrräder sind erlaubt. Damit bieten wir eine Plattform für die Jugend, um auch dabei sein zu können“, so Keller abschließend. 

DSV-Athleten starten 

Victoria Carl überraschte bei der FIS Nordischen SKI-WM 2019 in Seefeld mit Platz fünf im Sprint und Platz vier mit der Staffel. Nach dem WM-Massenstart erklärte sie ihre Saison jedoch für beendet, da eine geplante Operation anstand. Auch Teamkollege Thomas Bing arbeitet nach einem Schien- und Wadenbeinbruch im Februar hart an seinem Comeback. Beide DSV-Athleten werden beim Rad-Marathon über die 131 Kilometer an den Start gehen. Dabei bekommen sie Unterstützung vom DSV-Damentrainer Erik Schneider. DSV-Bundestrainer Peter Schlickenrieder, mittlerweile ein gut Bekannter im Tannheimer Tal, ist ebenfalls vor Ort und nimmt die Herausforderung über die 220 Kilometer-Langdistanz an. 

Ausfahrten mit Ex-Profis

Als Vorbereitung auf den Rad-Marathon finden noch bis Freitag, 5. Juli, Ausfahrten mit Marcel Wüst, Gerrit Glomser sowie dem „local Hero“ Christian Strebl statt. Am Freitag bietet Marcel Wüst zudem zwei Fahrtechnik-Workshops an und gibt Ratschläge zur Verbesserung der Fahrtechnik. Wüst und Glomser verraten bei den täglich stattfindenden Radstammtischen Tipps und erzählen so manche Geschichte aus ihren Rennradprofi-Karrieren. Die Expo-Ausstellung am Samstag komplettiert das Rahmenprogramm. Interessierte können sich für alle Distanzen des Rad-Marathons online unterwww.rad-marathon.at anmelden.

kb

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