Von Sonthofen nach Pfronten

Die Mountainbike-Fahrer starten in Pfronten zur zweiten Etappe der Trans Germany. Ihr Ziel ist Leermoos. Foto: gau

Es war für viele die anstrengendste Etappe der sechsten Craft Bike Trans Germany, die am vergangenen Mittwoch von Sonthofen nach Pfronten führte. Am Ende sicherten sich die Schweizerin Milena Landtwing bei den Frauen und ihr Landsmann Christoph Sauser bei den Männern den Etappenerfolg.

Bei allen Strapazen bleibt immer noch ein Blick für die Landschaft. Und einige Fahrer könnten sich auch vorstellen, Urlaub in Allgäu zu machen. Natürlich nur mit Bike und dann Aktivurlaub. So wie Milena Landtwing. Am Ende der Etappe nach Pfronten stand die Schweizerin ganz oben auf dem Stockerl der Damen und die aus St. Moritz stammende Bikerin durfte sich das „Maillot jaune" (in pink)  der Führenden überstreifen. Die Etappe hierher sei ein „Stück Arbeit" gewesen, gibt die 31-jährige zu. Fünf Mal ist sie mittlerweile die Trans Germany schon gefahren und war immer unter den ersten Drei dabei. Wie übrigens auch ihr Landsmann Christoph Sauser, der bei der diesjährigen Tour den Hattrick versucht: Erneut den Titel des schnellsten Fahrers zum dritten Mal zu erringen. Es wäre ein Novum in der Trans Germany-Geschichte, denn noch nie hat ein Fahrer drei Mal in Folge die Gesamtwertung gewinnen können. Was ihm am ersten Tourtag auch wieder mit Bravour gelang, stand er doch neben Landtwing und streifte sich das Gelbe Trikot über. Dritter hinter Sauser und Matthias Bettinger wurde an diesem Tag der Südafrikaner David George, der sich für seinen Einsatz das Trikot der Bayerischen Staatsforsten (BSF) erkämpft hatte. Nachdem ein großer Teil der Strecke durch die Wälder der BSF führt, hatten diese, gemeinsam mit fi'zi:k die Bergwertung ausgelobt, die George souverän für sich entschied. Allerdings hatte sich David George seine Kräfte falsch eingeteilt, nachdem er zeitweise in Führung gelegen hatte, wurde er dann doch überrundet. Auch wenn Jakub Skàla in seiner tschechischen Heimat viele Berge zum Trainieren hat, war die Etappe Sonthofen-Pfronten auch für ihn „anstrengend". Er sei zufrieden und auch das Gefühl sage ihm, dass er gut gefahren sei. Dabei kennt Skàla die Umgebung schon recht gut, war er doch bereits zum Skifahren und im Aktivurlaub mit der Familie im Außerfern und dem Allgäu unterwegs. Übrigens nicht zum letzten Mal, im nächsten Jahr will die ganze Familie, also Kinder und Ehefrau bei der Trans Germany mitfahren. Dafür muss dann die nächste Trans Alp bis 2014 warten. Aus einer ganz anderen Sicht verfolgte Petra Wacker die Trans Germany. Auch sie fuhr von Etappenort zu Etappenort - allerdings im Auto, als Ehefrau eines Teilnehmers. Ihr Gatte Ewald Wacker kam als Fünfter in Pfronten in der Gruppe der Senior Master an. Beide sind zum ersten Mal bei der Trans Germany dabei. Dabei hatte Petra Wacker natürlich noch mehr Zeit auf die Landschaft zu achten. Sie erfahre aber im Nachhinein erst, wie schwer die Etappe wirklich war. Anders als auf dem Papier – sie hilft ihrem Mann immer bei der Vorbereitung – habe es so manche Passage in sich, erzählte die Württembergerin. Nachdem Petra Wacker aber auch auf der Strecke als Posten mithelfe, bekomme sie immer wieder einen Eindruck vom Geschehen auf den Fahrrädern. Trainiert wird allerdings im heimischen Schwarzwald, ein Trainingslager im Allgäu mache also nicht wirklich Sinn, so Wacker. Am Samstag ist die sechste Trans Germany dann in Garmisch-Partenkirchen zu Ende gegangen. Dabei ist Christoph Sauser das gelungen, was er sich vorgenommen hat: Er hat den Hattrick geschafft. Nach 2010 und 2011 holte sich der Schweizer zum dritten Mal den Titel vor David George. Auch Milena Landtwing konnte über drei Tage ihre Führung verteidigen und gewann erstmals die Trans Germany. Ewald Wacker wurde Dritter bei den Senior Masters, Jakub Skàla kam auf Platz 158.

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