Mit frischem Wind voran

Sozialdemokratische Frauen verjüngen Vorstand – Einsatz für Kinderbetreuung, Pflege und Umwelt

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Symbolbild

Füssen – Mit neuem Vorstand startet die Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen (ASF) Füssen-Roßhaupten-Schwangau in die Zukunft. Mit dem Führungswechsel bekommen nun auch jüngere SPD-Frauen die Möglichkeit zur Mitwirkung.

Neu im Vorstand sind die stellvertretende Vorsitzende Claudia Schreiner aus Füssen und Beisitzerin Sandunika Weerakoon aus Schwangau. Sie wollen sich künftig gemeinsam mit Vorsitzender Brigitte Protschka für die Belange von Frauen ganz allgemein und speziell den Themen, die Frauen in der Region bewegen, einsetzen.

Die neue Vorsitzende Brigitte Protschka (von unten nach oben), stellvertretende Vorsitzende Claudia Schreiner, die Beisitzerinnen Heidrun Ebert, Sandunika Weerakoon, Hannelore Semmlin-Leix und Schriftführerin Ilona Deckwerth nach den Neuwahlen.

Nach der Entlastung des alten Vorstands und einem kurzen Rückblick auf die ASF-Aktivitäten standen Neuwahlen an. Einstimmig wählten die Versammelten alle Kandidatinnen in ihre Ämter. Die neue Vorsitzende Brigitte Protschka freut sich darauf, sich nun mit ihrem neuen Team den Themen widmen zu können, die Füssener Frauen interessieren. Mit im Boot sind künftig Claudia Schreiner als stellvertretende Vorsitzende, Ilona Deckwerth als Schriftführerin sowie Sandunika Weerakoon, Heidi Ebert und Hannelore Semmlin-Leix als Beisitzerinnen.

Die ASF-Frauen arbeiteten in ihrer Mitgliederversammlung heraus, dass sie sich künftig schwerpunktmäßig mit den Themen Kinderbetreuung, Pflege und Umwelt befassen wollen. Eine intensive Diskussion entwickelte sich zum Thema Kinderbetreuungsmöglichkeiten in Füssen und Schwangau. Trotz des Aus- bzw. Neubaus von Einrichtungen hinke das Angebot der Nachfrage hinterher und es sei immer noch nicht allen Eltern möglich, einen Krippen- bzw. Kindergartenplatz zu erhalten, so die ASF-Frauen. 

Keine Rabenmutter

„Es ist zu einfach zu sagen, die Frauen sollen zuhause bleiben, solange die Kinder klein sind“, kritisierte Weerakoon. Gerade Frauen arbeiten häufig in systemrelevanten Berufen, wie die Corona-Krise gezeigt habe. „Insbesondere auf Krankenschwestern, Pflegkräfte oder Pädagoginnen können wir nicht verzichten, deshalb brauchen wir ausreichende und verlässliche Betreuungsangebote“, forderte sie. Und wer sein Kind ohne berufliches Engagement in Betreuung gäbe, sei noch lange keine Rabenmutter: „Kindertagesstätten sind Bildungseinrichtungen und wenn die Betreuungsqualität stimmt, profitieren die Kinder von einem Besuch“, ergänzte Deckwerth.

Große Nachfrage

Weiter diskutierten die Versammelten, dass es relativ schwierig sei für die Eltern von Schulkindern, den Überblick über die unterschiedlichen Betreuungsangebote wie (verlängerte) Mittagsbetreuung, offene und gebundene Ganztagsschule und Kinderhort zu bekommen. „Das ist ein Flickenteppich von Angeboten, über den sich die Eltern zunächst intensiv informieren müssen“, berichtete Schreiner. Ob und welchen Platz man dann bekomme, sei trotzdem eine Glückssache, denn die Nachfrage sei groß. Hannelore Semmlin-Leix betonte, wie wichtig eine hohe Betreuungsqualität sei. Wer seine Kinder in Betreuung gebe, müsse sich darauf verlassen können, dass sie dort in guten Händen sind und die Rahmenbedingungen passen. Neben ausreichend qualifiziertem Personal bräuchte es auch geeignete Räume.

Auf Horte achten

Vorsitzende Brigitte Protschka bedauerte zusammenfassend, dass es nach vielen Jahren immer noch die gleichen Probleme seien, die Eltern beschäftigen. Allerdings müsse man sich freuen und anerkennen, dass in Füssen der Bau der AWO-Kindertagestätte im Weidach vorangehe und dass der Schwangauer Gemeinderat die Voraussetzungen für eine weitere Krippengruppe geschaffen hat.

Aufpassen müsse man, dass ein bis 2025 von der Bundesregierung geplanter Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung für Grundschulkinder nicht auf Kosten der Kinderhorte gehe, so die ASF-Frauen. Denn gerade dort sei die Betreuungsqualität hoch und das Angebot für die Kinder hervorragend. Eine solche wünschten sich schließlich alle Eltern. Die ASF-Frauen nehmen sich deswegen vor, den Füssener Kinderhort zu besuchen, der auch als „Mensa“ von der Füssener Grundschule genutzt wird und deshalb eine wichtige Einrichtung sei. 

kb

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