Ministerin informiert sich über Inklusionsprojekt

Sozialministerin Carolina Trautner besucht Wertachtal Werkstätten in Füssen

Einrichtungsleiterin Dagmar Rothemund (rechts), Bezirksrätin Ursula Lax (v.r.), Ministerin Carolina Trautner, Bürgermeister Maximilian Eichstetter und Abgeordneter Stephan Stracke
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Einrichtungsleiterin Dagmar Rothemund (rechts) erläutert Bezirksrätin Ursula Lax (v.r.), Ministerin Carolina Trautner, Bürgermeister Maximilian Eichstetter und dem Abgeordneten Stephan Stracke die Arbeit in den Wertachtal-Werkstätten.

Füssen – Bayerns Sozialministerin Carolina Trautner (CSU) hat die Wertachtal-Werkstätten besucht. Sie informierte sich über umgesetzte Inklusionsprojekte.

„Unser gemeinsames Ziel ist eine inklusive Gesellschaft, in der Menschen mit und ohne Behinderung selbstverständlich miteinander leben und arbeiten“, sagte sie bei ihrem Besuch in der Einrichtung am vergangenen Mittwoch.

Die Ministerin sah die von ihrem Ministerium zur Verfügung gestellten Finanzmittel gut angelegt: „Ich freue mich daher sehr, dass das Sozialministerium die Einrichtungen des Inklusionsprojektes LeWeSta der Lebenshilfe Ostallgäu, der Wertachtal-Werkstätten und der Stadt Füssen in den letzten Jahren mit insgesamt mehr als 1,8 Millionen Euro unterstützen konnte.“

Die Abkürzung LeWeSta steht dabei für „Lebenshilfe-Wertachtalwerkstätten-Stadt Füssen“. Ziel ihrer Behörde sei es, dass Menschen mit Behinderung in Bayern in allen Lebensbereichen „mittendrin statt nur dabei“ sind, betonte Trautner. Denn Inklusion sei gelebter gesellschaftlicher Zusammenhalt.

Dafür brauche es, wie in Füssen, engagierte Partner vor Ort, die sich mit viel Elan und großem Ideenreichtum für die Teilhabe von Menschen mit Behinderung einsetzen. „Das Gemeinschaftsprojekt LeWeSta ist ein vorbildhaftes Beispiel für gelebte Inklusion. Ich wünsche dem Projekt daher weiterhin viel Erfolg“, so die Ministerin.

Offener Austausch

Gemeinsam mit dem heimischen Bundestagsabgeordneten Stephan Stracke (CSU), der Ostallgäuer Landtagsabgeordneten Angelika Schorer, Füssens Bürgermeister Maximilian Eichstätter (CSU) und Bezirksrätin Uschi Lax (CSU) ging es bei dem Besuch auch um Ansätze, mehr Selbstbestimmung, Akzeptanz und Teilhabe für Menschen mit einer Behinderung zu ermöglichen. Ganz besonders freute sich die Ministerin über den musikalischen Empfang durch die Werkstätten-Band mit dem Lied „Unsere Werkstatt ist ein Ass“.

Wie gut ein offener Austausch und eine enge Kooperation zwischen Kommunen und Einrichtungen der Behindertenhilfe funktionieren kann, zeigt sich in Füssen. Seit Jahren arbeiten dort die Lebenshilfe Ostallgäu e.V., deren 100-prozentige Tochterfirma Wertachtal-Werkstätten gGmbH und die Stadt Füssen eng zusammen, wenn es um inklusive Projekte geht. In den vergangenen Jahren sind am Standort der Werkstätten eine Kindertagesstätte, ein inklusives Café mit Mittagsangeboten und eine inklusive Küche im Rahmen eines Leader-Projekts entstanden.

„Und die Nachfrage an weiteren Einrichtungen für andere Lebensbereiche ist immens, zum Beispiel im Bereich Wohnen,“ beschreibt Ralf Grath, Geschäftsführer der Lebenshilfe Ostallgäu, die derzeit intensiven Gespräche mit der Stadt Füssen für neue gemeinschaftliche Wohnformen im südlichen Ostallgäu, insbesondere für Menschen mit einer Schwerst- und Mehrfachbehinderung (der Kreisbote berichtete). Für diesen Personenkreis gebe es aktuell kaum geeignete Wohnmöglichkeiten.

ed

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