Sparkasse Füssen feiert 175. Geburtstag

Geldabheben beim Apotheker

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Festrede zum Jubiläum: Mit Vorstandsmitglied Heribert Schwarz zusammen feiern knapp 30 Gäste den 175. Geburtstag der Sparkasse Füssen.

Füssen – Im kleinen Kreis hat die Sparkasse Füssen jetzt ihren 175. Geburtstag gefeiert. Rund 30 Vertreter aus Politik, Gesellschaft und Wirtschaft kamen im Veranstaltungssaal des Sparkassengebäudes zusammen, um mit Heribert Schwarz und Joachim Schmid bei einem Glas Sekt auf das Jubiläum anzustoßen. 

Dabei ließen das Vorstandsmitglied der Sparkasse Allgäu, Schwarz, und der Füssener Filialleiter Schmid die lange Geschichte des Kreditinstituts Revue passieren und beleuchteten seine derzeitige Situation.

Als Bayern noch eine selbstständige Monarchie war öffnete die „Spaarkaßa für den Landgerichtsbezirks Füssen“ am 1. Januar 1842 ihre Pforten, erklärte Schwarz. Und diese hatte nur „an jedem ersten Mittwoch im Monat“ geöffnet. Ab 13 Uhr konnten da „in der Wohnung des Apothekers Zehenter Gelder einbezahlt und abgehoben werden.“ Nach etwa einem Jahr habe die Sparkasse 223 Kunden gehabt, die insgesamt 16.917 Gulden deponiert hätten. 

Damit sei das Institut seinem Auftrag nachgekommen, „die Minderbemittelten und Dienstboten zum Sparen anzuhalten und ihre Geld sicher anzulegen, damit sie im Notfall vom Spargroschen wenigstens eine Zeitlang leben konnten.“ Dieser Aufgabe habe man sich auch heute noch in etwa verschrieben, wenn das Motto der Sparkasse laute: „Menschen verstehen, Sicherheit geben, Zukunft gestalten.“ 

"Kein anonymes Gebilde" 

Die Tradition im Blick hatte daher auch Joachim Schmid, der in seinen Ausführungen unter anderem darauf hinwies, dass das Geldhaus heute rund 20.200 Kunden habe, die 492 Millionen Euro an Einlagen bei der Sparkasse verwalten lassen. Dazu kämen 171 Millionen Euro, die sich in Form von Wertpapieren im Depot befänden. Indem die Einlagen „als Kredite wieder an die Leute“ weitergegeben würden, werde hiermit der Wirtschaftskreislauf in Gang gehalten. Das gesamte Kreditvolumen der Sparkasse betrage 488 Millionen Euro. 

Für die Kunden seien derzeit ungefähr 60 Mitarbeiter in Füssen da, fügte Schmid hinzu und betonte: „Alles, was mit Geld zu tun hat, können wir in Füssen 24 Stunden am Tag super abwickeln.“ 

Für diesen „Einsatz in der Region“ dankte anschließend Landrätin Maria Rita Zinnecker (CSU), die darüber hinaus erwähnte, dass sich die Sparkasse dabei „verschiedenen Herausforderungen gestellt“ habe. Demnach engagiere sie sich auch zum Beispiel mittels Spenden „im sportlichen, gesellschaftlichen und kulturellen Bereich“. Die Sparkasse zeichne aus, dass sie „in der Region“ ist, dass die Mitarbeiter ein Gesicht hätten, dass sie Arbeitsplätze biete und Unternehmer vor Ort unterstütze. Deshalb wisse sie, „was wir an ihr haben“. 

Nach seinem „Glückwunsch zu 175 Jahren“ hob Füssens Bürgermeister Paul Iacob (SPD) schließlich speziell hervor, dass die Sparkasse „kein anonymes Gebilde“ sei, sondern „ein Teil von uns“. Vor allem für die Stadt Füssen als ihr Gewährsträger sei sie „unsere Sparkasse“ und „eine ganz wichtige Institution“. Deswegen wünsche er ihr bei ihrer Aufgabe, „den Bürgern zur Seite zu stehen“, weiter „einen guten Blick nach vorne.“

Alexander Berndt

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