Genossen mit klaren Forderungen

SPD Füssen: Morisse-Areal soll künftig zur Visiten-Karte der Stadt werden

Die Morisse in Füssen
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Über die künftige Gestaltung des Morisse-Areals hat die Füssener SPD bereits klare Vorstellungen.

Füssen – Gemeinsam mit den Bürgern will die Stadtverwaltung bekanntlich in den kommenden Monaten ein Konzept für die künftige Nutzung der Morisse erarbeiten. Die Füssener SPD ist da bereits einen Schritt weiter: In ihrer jüngsten Vorstandssitzung haben die Genossen einstimmig einen Katalog mit Anforderungen an eine künftige Bebauung verabschiedet. Auch über die Nutzung des Festplatzes diskutierten die Sozialdemokraten.

Die SPD hat sich klar zur künftigen Entwicklung der Morisse und des Festplatzes positioniert. Nach einer intensiven Diskussion hat der Vorstand, der sich erstmals wieder in einer Präsenzsitzung traf, einstimmig einen „ausgewogener Katalog von Nutzungsmöglichkeiten für die Morisse“ beschlossen. Das teilte der Ortsverband in einer Presseerklärung mit. Die Vorstandsmitglieder seien sich darin einig, dass jede künftige Bebauung des Morisse-Areals der hohen städtebaulichen Qualität der Kernstadt Rechnung tragen müsse und ihr gegenüber nicht dominant wirken dürfe.

Zudem müsse die Sichtbeziehung zum Hohen Schloss unbedingt erhalten bleiben. Daher komme auf der Morisse lediglich eine in sich gegliederte und abgestufte Bebauung mit maximal zwei bis drei Geschossen und einem Dachgeschoss in Betracht. In den Erdgeschossen sollen Ladengeschäfte angesiedelt werden, deren Sortimente in der Kernstadt nicht vorhanden sind oder für die dort keine ausreichenden Flächen zur Verfügung stehen. Abgerundet werden könnte das Angebot durch gastronomische Betriebe.

Die ersten Obergeschosse sollen Büros, Beratungseinrichtungen und Praxen aufnehmen, so die Vorstellung des SPD-Vorstandes. In den zweiten Ober- und Dachgeschossen und Dachgeschossen sollen günstige Wohnungen, vor allem im genossenschaftlichen Wohnungsbau, entstehen. Ein Allheilmittel im Kampf gegen die Wohnungsknappheit sei dies aber nicht, ist sich der Vorstand einig. Vor allem mit Blick auf die Nachfrage nach Einfamilienhäusern sollten neue Flächen im Bereich Achmühle-Nord ausgewiesen werden. Auf der Morisse wünschen sich die Genossen außerdem Räume für Vereine sowie einen „Stadtsaal“ mit rund 250 Sitzplätzen und einer Bühne für Musik- und Theateraufführungen sowie Veranstaltungen der Trachtenvereine.

Platz für Märkte

Die erforderlichen Parkplätze, so heißt es weiter, könnten in einem Parkhaus in offener Bauweise und einer Tiefgarage entstehen. Darüber hinaus sollen einige Busparkplätze auf dem Grundstück eingerichtet werden. Mit Blick auf das Umfeld fordern die Genossen eine Umgestaltung der Inneren Kemptener Straße, damit dort künftig Wochen- und Jahrmärkte stattfinden können.

Deutliche Kritik übte der Vorstand an einem digitalen Workshop der Stadtverwaltung (der Kreisbote berichtete). Dieser sei eine reine Alibi-Veranstaltung gewesen, da das Konzept der Verwaltung im Grund genommen bereits fest stehe. Zudem hätten die Bürger während der digitalen Veranstaltung keine Gelegenheit gehabt, Fragen zu stellen oder sich zu Wort zu melden.

Mit Blick auf den Festplatz in der Kemptener Straße fordert die SPD einen Erhalt des Areals für Großveranstaltungen wie Volksfeste, Ausstellungen und Märkte, oder Zirkusveranstaltungen. „Er soll aber künftig auch gezielt für die Parkierung von Bussen genutzt werden, die für mehr als wenige Stunden abgestellt werden müssen“, heißt es in der Mitteilung. Auch das Abstellen von Lkw, vor allem im Hinblick auf die einzuhaltenden Lenk- und Ruhezeiten der Fahrer, soll möglich bleiben. Ebenso die Nutzung der Fläche als Parkplatz bei Großveranstaltungen oder als Shuttleparkplatz für Besucher.

Eine klare Absage erteilen die Genossen dagegen der Idee, dort Wohnmobilstellplätze auszuweisen. Dafür gebe es private Plätze und Campinganlagen. Die weiteren Planungen für den Festplatz müssten zudem zwingend in das Mobilitätskonzept aufgenommen werden.

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