"Spektakulum mit Brot und Spielen"

Petrus hatte es mit den Kindern gut gemeint. Trotz permanent drohender Gewitterwolken konnte der Festakt im Pfrontener Kinderhort St. Marien bis zum Ende im Freien durchgeführt werden.

In Anwesenheit zahlreicher Kinder, Eltern und Ehrengäste fand in Heitlern ein buntes Sommerfest zur Einweihung des Ritterspielturmes statt, das ganz im Zeichen des Dankes an Handwerker und Sponsoren stand. Schon am Eingang nahm "Herold" Martin Scholz eine Überprüfung der Besucher vor und gewährte nur "Auserwählten Einlass". Zunächst wurde die "ehrwürdige und hartnäckige Schwester Julia" als Rednerin angekündigt. Die Hortleiterin berichtete über ihren Traum von einem Spielturm, dessen Modell ihr Vater schon vor längerer Zeit gebaut hatte. Die Verwirklichung des Traumes habe erst Gestalt angenommen, als sich Spengler Franz Greif und die Zimmerei Bach eingeschaltet hätten. Bei Bürgermeister Beppo Zeislmeier, Pfarrer Bernd Leumann und zahlreichen Sponsoren habe sie dankenswerterweise ebenfalls Unterstützung gefunden. Herzlichen Dank sagte die Schwester allen, die sich am Zustandekommen des Werkes beteiligt hatten. "Der Applaus und der gute Ruf der Schaffenden dringe durch das ganze Pfrontener Tal", forderte sie. Herold Martin rief anschließend die Vertreter der ausführenden Firmen, unter ihnen auch Modellbauer Ludwig Blösl, "zur Huldigung" auf die Bühne, damit sie den Dank in Form von Applaus und einer kleinen"Traumkugel" in Empfang nehmen konnten. Danach kündigte er den "Abgesandten des Heiligen Stuhles", Pfarrer Leumann an, der die Weihe der sehr schönen und kindgerechten Spieleinrichtung vornahm und um Gottes Segen bat. Im Unterhaltungsteil des Festaktes gab es viel Beifall für Gesang und Flötenspiel. Mädchen aus Sri Lanka führten exotische Tänze vor, Buben zeigten gelungene akrobatische Einlagen. Zwei Mitglieder der Füssener "Foetibus Ritter" glänzten mit einer Kampfvorführung, an deren Ende der "Siegreiche" den Kindern den Turm übergab. Schwester Julia und der Pfarrer verabschiedeten sich zum Schluss auf der Bühne von allen aus dem Hort ausscheidenden Kindern der Klassen 1 bis 6 und bedankten sich beim gesamten Team für die geleistete Erziehungsarbeit. Nach dem gemeinsamen Lied "Möge die Straße uns zusammenführen" nahm das "Spektakulum mit Brot und Spielen" noch einige Zeit weiter seinen fröhlichen Verlauf.

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