Heimische Bergretter demonstrieren den Lions eine Lawinenrettung

In guten Händen

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Es muss schnell gehen: Die Mitglieder des Lions-Clubs Füssen erfahren bei einer Lawinenrettungsübung mit der Bergwacht, dass es dabei auf jede Minute ankommt.

Schwangau – Dr. Ingo Risch war beeindruckt. „Interessant, was man da als Flachländer noch so lernen kann“, kommentierte er die Ausführungen von Bergführer Michael Mayer im Rahmen einer Lawinenrettungsübung am Fuße des Tegelbergs.

Der vor rund einem halben Jahr aus Düsseldorf ins Ostallgäu gezogene Richter im Ruhestand war denn auch voll konzentriert bei der Sache, als Mayer und seine drei Kollegen Stefan Blochum, Andreas Fuchs und Philipp Stromereder nicht nur Risch die Grundlagen der Rettung von Verschütteten näherbrachten. 

Es muss schnell gehen: Die Mitglieder des Lions-Clubs Füssen erfahren bei einer Lawinenrettungsübung mit der Bergwacht, dass es dabei auf jede Minute ankommt.

Die etwa eineinhalb Stunden lange Übung fand anlässlich einer kleinen Feier in der Materialhütte der Bergwacht unweit der Talstation der Tegelberg-Bahn statt, mit der sich die Bergretter für die großzügige 10.000-Spende bedanken wollten, die sie im vergangenen Jahr vom Lions-Club bekommen hatten.

Es muss schnell gehen: Die Mitglieder des Lions-Clubs Füssen erfahren bei einer Lawinenrettungsübung mit der Bergwacht, dass es dabei auf jede Minute ankommt.

Infolgedessen übergaben der jetzige Lions- Präsident Wolfgang Fischer sowie die letztjährige Chefin der Lions, Christine Wälzholz, dem Bereitschaftsleiter der Bergwacht, Martin Steiner, dazu einen überdimensional großen Scheck. Diesen nahm Steiner herzlich dankend entgegen und betonte: „Dieses Geld können wir sehr gut gebrauchen.“ 

Es muss schnell gehen: Die Mitglieder des Lions-Clubs Füssen erfahren bei einer Lawinenrettungsübung mit der Bergwacht, dass es dabei auf jede Minute ankommt.

Wie die vier Bergwacht-Ausbilder hatten sich auch Fischer und seine Lions-Club-Freunde hinterher sehr redlich einen kleinen Imbiss verdient, den sie auf der Terrasse der Berwacht-Hütte zu sich nahmen und dabei noch einmal das Revue passieren ließen, was sie vorher gehört, gesehen und auch selbst getan hatten: Angefangen von der Handhabung eines VS(Verschütteten-Such)-Geräts über den richtigen Umgang damit bei der Suche nach einem Lawinenopfer sowie die Benutzung von speziellen Sonden bis zur Ausgrabung eines Verschütteten mit Schaufeln und Händen wurden die Mitglieder des Lions-Clubs in der besonders „personalaufwändigen Lawinenrettung“ praktisch unterwiesen. 

Im Zuge dessen erfuhren die Übungsteilnehmer an diesem Abend auch, dass es dabei ganz besonders auf Schnelligkeit ankommt. „Schnelle Suche ist das Ein und Alles“, pflichtete ihm Fuchs bei und ergänzte: „Nach 18 Minuten nehmen die Überlebenschancen eines Verschütteten rapide ab.“

Risch erklärte jedoch wohl nicht allein deshalb, weil es den in vier Gruppen aufgeteilten Lions bei der Übung gelang, einen simulierten Verschütteten aus dem für die Übung aufgeschütteten Kunstschnee auszugraben: „Bei der Bergwacht fühle ich mich in guten Händen.“

lex

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