Füssener Mittelschule weiht ihre Photovoltaik- und Windstromanlage ein

Strom vor Ort erzeugen

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Seit kurzem informiert ein elektronischer Bildschirm die Schüler über die Leistung der neuen Photovoltaik-Anlage.

Füssen – Um etwas zu lernen, können Schülerinnen und Schüler der Füssener Mittelschule künftig nicht nur in ihre Bücher sondern auch an die Decke ihrer Schulaula schauen.

Denn dort hängt seit kurzem ein elektronischer Bildschirm, der über die Leistung der neuen Photovoltaik-Anlage und des Windrads auf dem Dach informiert. Das feierte jetzt die Anton-Sturm-Mittelschule zusammen mit ihren Projektpartnern. Die Infos und Daten auf dem Bildschirm geben Auskunft darüber, welche Tagesleistung die neue Photovoltaik-Anlage gerade erbringt. Auch was das Windrad an Produktionsleistung zu leisten imstande ist, wird exakt erfasst. 

Solche und zahlreiche weitere Daten sind das Ergebnis des Projekts „Erneuerbare Energie“ der Schule mit Partnern aus der Wirtschaft. In einer gut besuchten Feierstunde in der Aula der Anton-Sturm-Mittelschule kamen die Projektpartner und Gäste jetzt unter dem Monitor zusammen.

 In den Ansprachen wurde unterstrichen: Das Gebot der Stunde sei es, Ressourcen und Umwelt zu schützen. „Daher ist eine nachhaltige und umweltverträgliche Energieversorgung die Voraussetzung dafür, dass wir auch in Zukunft Strom und Wärme in einer lebenswerten Natur und Umwelt nützen können“, sagte Dr. Christoph Hilz, der mit Kollegen aus dem Führungsteam der Elektrizitätswerke Reutte (EWR) bei der Feier dabei war. 

2015 wurde an der Mittelschule begonnen eine kleine Windkraftanlage zu bauen. Der Motor dafür war Lehrer Wolfgang Bader. „Wir wollen unseren Schülerinnen und Schülern zeigen, wie durch erneuerbare Energien Strom regional und dezentral erzeugt werden kann“, erklärte Bader im Gespräch mit dem Kreisbote. Die Projektkosten betrugen 4500 Euro. Die Finanzierung wurde nach seinen Angaben „mit Partnern aus Industrie und Handel“ bewerkstelligt.

Im Rahmen der energiewirtschaftlichen Zusammenarbeit mit der Stadt Füssen wurde das Projekt im Energiebeirat dann weiter entwickelt. Die Windkraftanlage wurde durch Photovoltaik ergänzt. „Das Ziel war, unseren Schülerinnen und Schülern über einen Monitor in der Aula die aktuell erzeugte Energie zu visualisieren. Damit wollen wir mehr Bewusstsein schaffen, welchen Energiebeitrag Sonne und Wind leisten können“, so Bader. Gleichzeitig werde die erzeugte Energie in der Schule selbst genutzt. Dadurch könnten sich die Energiekosten etwas reduzieren, hofft die Schulleitung.

Möglich wurde die neue Anlage mit Gesamtkosten von knapp 14.000 Euro durch eine Spende des regionalen Energieversorgers EWR in Höhe von 12.000 Euro. Der Restbetrag wurde durch einen Zuschuss bezahlt. Bei der Feier erläuterte Florian Scholz von eine Photovoltaik-Firma in Rieden am Forggensee die Funktionsweise im Detail. Hilz regte noch an, die Schülerinnen und Schüler in ein informatives Treffen vor Ort einzubinden.

cf

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