FCF-Mitglieder stimmen Kunstrasenplatz und Kredit zu

"Wir brauchen Geld"

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Mehrere Fragen an Projektleiter Bernd Kanat (links) hat CSU-Stadtrat Michael Schmück, der Gast bei der außerordentlichen Mitgliederversammlung im Clubheim des FC Füssen ist.

Füssen – Der Fußballclub Füssen ist auf dem Weg zum Kunstrasenplatz einen großen Schritt weiter gekommen.

Dem Projekt haben jetzt die Mitglieder in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung im Clubheim zugestimmt. „Es geht nicht nur um Fußball. Der Club mit 250 kickenden Kindern steht für Integration“, erklärte Bernd Kanat bei seiner Präsentation, die bei den Vereinsmitgliedern gut ankam. Sie segneten schließlich ab, dass der Verein dafür einen Kredit von maximal 200.000 Euro aufnehmen darf.

Als Leiter des Projekts rief Kanat dazu auf, sich für dieses Ziel zu engagieren. Denn die Plätze im Weidach „sind überspielt. Das führt jetzt in immer kürzeren Abständen zu hohen Sanierungskosten. Für den von uns gewünschten Kunstrasenplatz erhalten wir vom Hersteller dagegen 20 Jahre Garantie.“ 

Die Projektleitung mit Bernd Kanat bekam nach Beschlussfassung grünes Licht dafür, sich einen Kredit von maximal 200.000 Euro zu besorgen. Sein Vortrag geht von Gesamtkosten in Höhe von 380.000 Euro aus.

Im Anschluss an die Präsentation, die Kanat schon im städtischen Sportausschuss gezeigt hatte, bedankte sich der Erste Vorsitzender Rudolf Vieweger hocherfreut bei den Mitgliedern, dass sein Antrag auf die Kreditnahme sofort Zustimmung fand. Dieser Beschluss wurde mittels Handzeichen einstimmig getroffen. 

Nächster Schritt, um das Kunstrasen-Projekt voranzubringen, ist fleißig Spenden zu sammeln. „Wir brauchen – und dies möglichst schnell – Geld, das dazu dienen muss, um zehn Prozent der Gesamtkosten zu decken“, erklärte Kanat den 51 stimmberechtigten Mitgliedern. 

Auch eine Gruppe FC-Juniorenspieler verfolgte die 90 minütige Versammlung interessiert. „Erst wenn unser Verein durch Aktionen den Basisbetrag von 40.000 Euro oder mehr auf der Habenseite hat, können weitere Schritte erfolgen“, so Projektleiter Bernd Kanat. 

Bei Aktivitäten gefordert sei aber nicht allein das Projektteam. „Der Kunstrasenplatz ist nur zu bekommen, wenn alle sich dafür engagieren.“ Als Nächstes gehe es um die entsprechende Bürgschaft der Stadt, „die unser guter Partner ist. Sie unterstützt uns im Rahmen der Möglichkeiten.“ Dies verdiene keine kritischen Äußerungen. „Was Füssen macht, ist positiv“, hob Projektleiter Kanat hervor. 

Das große Projekt fortzusetzen, erläuterte er, setze einen Stadtratsbeschluss voraus. Liege dieser vor, „ist es möglich, die Zuschüsse zu beantragen. Vorher nicht.“ Um keine Zeit verstreichen zu lassen, wollte man nicht bis auf den Termin der Mitgliederversammlung warten, die später im Jahr stattfinde. 

50 Prozent gedeckt

Wenn dies jetzt nacheinander alles gelänge, wären laut Kanat, 50 Prozent der kalkulierten Kosten gedeckt. „Für die offene Betragshälfte dient der günstige Bankkredit.“ 

Rochus Nickl von der Hausbank Sparkasse, der sich ehrenamtlich als Kassenprüfer für den FC Füssen seit vielen Jahren engagiert, lobte die „tolle Vorarbeit durch das Team“. Kanat erläuterte auf Nachfrage: „Wir holen nichts aus unserer Vereinskasse. Das Projekt Kunstrasen läuft völlig eigenständig. Dafür gibt es viele eigenen Aktivitäten, um Geld zu generieren.“ Das Finanzierungsverfahren des Projekts sei komplex, räumte Kanat ein. 

Nichtsdestotrotz, unterstrich er, „stehen die Chancen gut, dass wir einen Kunstrasenplatz bekommen, denn – gegen Gebühr – auch Gäste für Fußballspiele und Training nutzen können, wobei man von der Wetterlage im Allgäu unabhängig wird.“ 

Kein Alleingang

Daneben wies Kanat ausdrücklich auf den Grünen Tisch hin, an dem man sich abspreche, „damit alle Pläne für neue Anlagen im Weidach auch gut umgesetzt werden können. Wir als FC Füssen machen keinen Alleingang.“ Alle Beteiligten – darunter der Baseballclub – treffen sich wieder im Mai. 

Damit jeder das Projekt Kunstrasenplatz unterstützen kann, hat der Verein inzwischen ein Spendenkonto eingerichtet, teilte Florian Durrer aus der FCF-Vorstandschaft mit. Spendeneinzahlungen sind möglich unter: DE 09 73 35 00 00 05 15 46 98 56, Sparkasse Allgäu. , Sparkasse Allgäu. Bei Angabe von Namen und Anschrift stellt der Verein auch Spendenquittungen aus.

Chris Friedrich

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