Ein neuer Bebauungsplan soll den Bau eines Sporthotels möglich machen

Signal für das BLZ

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Wo derzeit noch eine alte Tankstelle steht, soll ein Sporthotel gebaut werden. Um das Vorhaben zu ermöglichen, wird jetzt ein Bebauungsplan aufgestellt.

Füssen – „Wir wollen dieses Sporthotel, denn wir wollen das BLZ stärken!“ Einstimmig hat sich das Stadtparlament für den Bau eines Sporthotels in der Kemptener Straße gegenüber dem BLZ ausgesprochen.

Um den Weg dafür auch baurechtlich frei zu machen, muss allerdings ein Bebauungsplan aufgestellt werden. Den dafür nötigen Beschluss fasste das Gremium auf Empfehlung des Bauausschusses ebenfalls einstimmig. Wie bereits im Kreisbote berichtet, will die Kaufbeurer Immo Holding GmbH in der Kemptener Straße direkt gegenüber dem BLZ ein dreigeschossiges Hotel mit Dachgeschoss bauen. 

Gedacht ist die Herberge insbesondere für die Sportmannschaften, die im Eissportzentrum gastieren und seit der Schließung des Hotels „Eiskristall“ in unmittelbarer Nähe keine Unterkünfte mehr finden. „Die Sportler haben keine Möglichkeit, dort unterzukommen“, sagte Bürgermeister Paul Iacob (SPD) am vergangenen Dienstag. 

Darüber hinaus soll das Hotel von „Aktivurlaubern“ genutzt werden. Der Bauausschuss stellte zwar Anfang des Monats sein kommunales Einvernehmen in Aussicht. Weil das Landratsamt Ostallgäu wegen der geplanten Höhe des Gebäudes aber die Auffassung vertritt, dass sich das Gebäude in die Umgebungsbebauung mit ihren meist zwei Geschossen nicht einfüge und somit ohne Bauleitplanung nicht genehmigt werden könne, muss die Stadt einen sogenannten vorhabenbezogenen Bebauungsplan aufstellen. 

Denn: „Die Größenordnung zu reduzieren, dürfte schon aus wirtschaftlichen Gründen schwierig weden“, erläuterte Iacob. Ein solcher Bebauungsplan hätte nach Ansicht von Füssens Bauamtsleiter Armin Angeringer noch einen weiteren Vorteil: „Es ist bei dem Vorhaben zu bedenken, dass die Gefahr besteht, dass das Objekt in Teileigentum aufgeteilt werden könnte mit der möglichen Folge des kompletten oder teilweisen Verlusts der Zweckbestimmung“, erläuterte Angeringer. 

Klare Vorgaben

Aber gerade die explizite Ausrichtung als Sporthotel sei ausschlaggebend dafür gewesen, dass Füssen Tourismus und Marketing (FTM) und der Marketing- und Wirtschaftsausschuss im Vorfeld ihre Zustimmung zu dem Vorhaben erteilt hätten. „Ausdrücklich wird auf die Notwendigkeit verwiesen, diese Ausrichtung dauerhaft beizubehalten.“ Das könne durch einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan mit städtebaulichem Vertrag plus Sicherheitsleistung erreicht werden. 

Die Kosten dafür müsse der Bauwerber tragen. Kritik von Schulte Einige Ratsmitglieder äußerten jedoch Zweifel an der Dimensionierung des Gebäudes. So sagte Zweiter Bürgermeister Niko Schulte (CSU): „Ich halte das für viel zu groß!“ 

Sein Fraktionskollege Dr. Christoph Böhm ergänzte: „Unsere Aufgabe ist nicht die Wirtschaftlichkeit des Bauwerbers!“ Größe und Umfang des geplanten Sporthotels sollen deshalb auf Wunsch der Ratsmitglieder nun im weiteren Aufstellungs- und Genehmigungsverfahren detailliert festgelegt werden. „Jetzt kriegen wir noch einen Einfluss auf die Kubatur“, so CSU-Stadtrat Michael Jakob.

mm

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