Sportlerabend mit Überraschungen

+
Trainerin des Jahres ist Marion Gumtau-Langer (hinten v.l.) von der TSG-Leichtathletik. Ihr Vorgänger ist Tennislehrer Michael Weber. Domenic Petresic vom TTC Füssen reiht sich ein neben Kampfsport-As Melanie Müneyyirci, Sportfererent Markus Gmeiner, IFS-Vorsitzende Karin Ketterl, Daniel Mendelsohn vom Baseballclub Royal Bavarians und Bürgermeister Paul Iacob. Im Vordergrund die Sportler des Jahres: Karateka Janik Tomm und Rolli-Curlerin Christiane Steger. Foto: cf

Füssen – Jung-Karateka Janik Tomm wurde in Füssen zum Sportler des Jahres 2012 gewählt. Sportlerin des Jahres wurde die Rollstuhlcurlerin Christiane Steger, die mit ihrem Team Deutsche Meisterin wurde.

„Die Gesellschaft muss sich bewegen und sich auch für Neues öffnen“, sagte Bürgermeister Paul Iacob am Freitag bei der 26. Sportlerehrung der Stadt Füssen. Iacob betonte in seiner Ansprache vor den Mannschaften, Athleten und Ehrengästen: Keine Stunde mit aktivem Sport sei „eine verlorene Stunde.“ Dem Grußwort des Rathauschefs schloss sich Karin Ketterl an, die später auch die Laudatio auf die Trainerin des Jahres, Dr. Marion Gumtau-Langer hielt, Dank dieser Übungsleiterin feiert die traditionsreiche TSG bei schwäbischen und bayerischen Wettkämpfen beachtliche Erfolge. In Karate (Kata) holte sich der Füssener Janik Tomm den Titel Deutscher Jugendmeister. „Mein Team wurde Mannschaftsmeister“, erzählte er stolz. Janik erklärte dem KREISBOTE, warum er mit anderen Buben und Mädchen so gern zur „Karateschule“ geht. Ihm gefallen die konzentrierten Bewegungsabläufe – „wir stoppen immer ab, bevor der Gegner mit der Hand getroffen wird“. Eine Kämpfernatur ist Rollstuhl-Curlerin Christiane Steger, die „völlig überrascht“ davon war, dass ihr nach Gold auch ein besonderer Pokal zuerkannt wurde. Steger, Mitglied im Curling Club Füssen, der mit 38 die meisten Medaillen erhielt, schaffte gerade vor wenigen Tagen das große Kunststück – übrigens mit einem neuen Team – nach 2012 den Deutschen Meistertitel im Rolli-Curling wieder zu holen. Sie sei schon etwas blass geworden, als Moderator Gmeiner die einstimmige Ent- scheidung der Jury im voll besetzten Sparkassensaal bekannt gab, sie zur Sportlerin des Jahres zu küren, erzählt sie. Da waren die Ehrungen vorbei und im gut besuchten Foyer mit Buffet ließ Roland Kurz am E-Piano den Abend ausklingen. Beim „Sport-Champions-Treff“, wie die Veranstaltung mit den beiden Gastgebern Sandra Hermann und Joachim Schmid als Repräsentanten des Sponsors Sparkasse Allgäu betitelt war, zeigte sich die Vielfalt an Disziplinen in der Sportstadt Füssen. Es gibt hier nicht nur Eisstock- sondern auch Bogenschießen. Neben den TSG-Fechtern wurden Baseball- und Tennisspieler sowie viele Teams geehrt, darunter auch Segler und Reiter. 33 Mal Bronze ging allein an blitzschnell Schlittschuh laufende Schüler, die beim EV Füssen dem Puck nachjagen. Bürgermeister Paul Iacob erinnerte daran, dass „solche Disziplinen, die keiner von uns vorher kannte, mit Familie Müneyyirci in unsere Stadt gekommen sind“. Gemeint waren damit die Kampfsportarten Kumite und Kata. Insgesamt 166 Medaillen sind überreicht worden. Diese ansprechend gestalteten völlig neuen Auszeichnungen sind „zum Aufstellen und nicht wie üblich zum um den Hals hängen gedacht“, so Gmeiner über diese Trophäen. Bei einer Nachfrage durch den KREISBOTE wurde deutlich, dass mit dieser Neuerung auch „eine Kostenersparnis einhergeht.“ Die Vergabe von Zuschüssen durch die Stadt Füssen an die Sportvereine wurde noch vor den zahlreichen Ehrungen als Programmpunkt abgehakt. Vorsitzende oder ihre Vertreter bekamen von IFS-Vorstands- mitglied Erika Henne einen Umschlag überreicht. Hinzu kamen 12 200 Euro vom Sponsor Sparkasse, der weiterhin die Jugendförderung unterstützt. Nach den gültigen Vergabekriterien sind der Fußballclub Füssen und die Füssener Billardspieler des BSC chancenlos, eine Medaille zu ergattern, wie am Rande des „Sport-Champions-Treffs“ angesprochen wurde. Richtig absahnen konnten Teams, die sich zum Beispiel bei internationalen Turnieren behaupten. Mannschaften und einzelne Sportler, die sich im Bereich bis hinauf zur Nationalmannschaft bewegen, werden bei Füssener Clubs derzeit etliche entdeckt, wie die aktuelle Ehrung zeigte. Für besondere Verdienste im Sport erhielt Wolfgang Steiner – seit 45 Jahren Sportwart des Eisstockclubs 1967 Füssen und inzwischen bei mehr als 600 Turnieren eingesetzt – an diesem Abend die Ehrennadel der Stadt.

Meistgelesen

"Wichtiger als der Karneval"
"Wichtiger als der Karneval"
Derblecken auf hohem Niveau
Derblecken auf hohem Niveau
Rückzug mit Ansage
Rückzug mit Ansage
Stadt will in Straßen investieren
Stadt will in Straßen investieren

Kommentare