Sporttage gehen zu Ende

Die Damen legten sich mächtig ins Zeug: Das Team „Ladykracher“ beim Tauziehen.

Die 22. Füssener Sporttage mit ihren insgesamt 519 jungen und jung gebliebenen Teilnehmern sind ganz dem olympischen Gedanken verpflichtet, dass insbesondere dabei sein zählt. So musste sich unter Schirmherrschaft von Füssens Bürgermeister Paul Iacob am Ende von zehn schweißtreibenden Tagen wirklich niemand als Verlierer fühlen. Wenn alle irgendwie gewonnen haben, wird jedoch die „Siegerehrung“ zum Marathon.

Aber mit bunten Showeinlagen der Tanzschule Zaharia, einem gut aufgelegten DJ Tomix und den putzmunter zur Bühne laufenden Sportlern hatte diese Pflicht vor der Kür – der Party „Players Night“ – einen hohen Unterhaltungswert. Anstrengend war es allenfalls für das Organisationsteam, das die Urkunden, Medaillen und Pokale an die Athleten aushändigte und dabei ab 16.30 Uhr am vergangenen Samstag im Schussfeld aller Mini-Kameras stand. Ein tolles Comeback bei den Senioren I feierte Johannes Filser. „Nach längerer Pause“, wie er dem KREISBOTEN mitteilte, „bin ich wieder an den Start gegangen“. Filser verwies souverän Goran Stankov – Sieger 2011 und schon 2010 – sowie den Rekordteilnehmer Manfred Schweinberg auf die Plätze zwei und drei. Star des Abends war dieser Schweinberg – er war von Anfang an und damit 22 Mal bei der Stadtolympiade aktiv dabei. Dafür gab es für den diesmal Drittplatzierten außer „Bronze“ noch ein Geschenk. Einen starken Beifall ernteten alle Sportlerinnen und Sportler, nicht nur Gewinner von Gold, Silber oder Bronze. Hohe Punktzahlen Die Jungs aus der Mannschaft WoMoCos, die einzeln angetreten sind, hatten dieses Jahr den Wettbewerb spannend gemacht – „und ich hatte gedacht, die vier machen nur Party“, sagte Stankov schmunzelnd, bevor es hinauf zur Bühne ging. Dort warteten schon der Sportbeauftragte Markus Gmeiner sowie Karin Ketterl von der Interessengemeinschaft Füssener Sportvereine (IFS), um die Auszeichnungen vorzunehmen. Etwas gedrückt war die Stimmung beim Vorjahressieger der Mannschaften. „Wir haben exakt die selbe Punktzahl wie 2011 und mit dieser wiederholt guten Leistung landen wir nur auf Platz vier“, haderte Thomas Böck aus Pfronten etwas mit dem Ausgang des Wettbewerbs, um dann aber zu ergänzen: „Wir greifen nächstes Jahr wieder an.“ Diesen Vorsatz hat auch das stets außergewöhnlich erfolgreiche Team „Bauschutt“, das lange in Führung lag und dem letztendlich nur magere Pünktchen zum Triumph gefehlt hatten. „In drei Disziplinen haben die den ersten Platz erreicht und werden doch nur hinter den Sumpfgrattlern Zweiter“, fasste Böck das heiße Finale zusammen. Bei den Damenteams ging es an der Spitze eng zu - und als die sportlichen Sieger alle feststanden, blieb ein anderes Ergebnis bis zum Abend offen. Wer kam mit dem originellsten Kostüm zur Players Night? Um was es bei den „Sporttagen“ ging, bringt Julia Guggemos aus Seeg von den „Ladykrachern“ auf den Punkt: „Wir haben uns zusammen getan, um Spaß zu haben. Ganz besonders schön fand ich die Atmosphäre beim Altstadtlauf.“

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