1,7 Millionen Euro Kosten

Sanierung des Füssener BLZ-Daches beginnt

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Erste Maßnahmen zur Sanierung des Flachdachs des BLZ hat die Stadt jetzt unternommen. Ein Förderantrag soll ebenfalls noch gestellt werden.

Füssen – Die Stadt Füssen ist nun beim undichten Dach des Bundesleistungszentrums (BLZ) aktiv geworden.

Nachdem der Schnee geschmolzen ist, hat der Bauhof die „Schadstellen soweit wie möglich abgedichtet“, gab Stadtkämmerer Marcus Eckert jetzt in der Sitzung des Stadtrats bekannt. Dass das 1973 errichtete Bundesleistungszentrum in Füssen in die Jahre gekommen ist, bekamen die dort aktiven Sportler in den vergangenen Monaten deutlich zu spüren: In vier Räumen tropfte es von der Decke. Vor allem der Sanitärbereich und der VIP-Raum waren betroffen. 

Darauf hatten bereits im Februar und März die Stadträte Dagmar Rothemund (SPD) und Niko Schulte (CSU) die Stadtverwaltung aufmerksam gemacht. Doch der waren die Hände gebunden, wie Rathauschef Paul Iacob (SPD) mehrfach erklärte: Als einer von insgesamt drei Geldgebern für das BLZ könne sie allein nichts entscheiden. Zudem sei die Sanierung des BLZ-Flachdachs bislang von Bund und Ländern – die zusammen mit der Stadt finanziell für den Unterhalt des BLZ aufkommen – immer wieder abgelehnt worden. 

Den Schnee vom Dach zu räumen, lehnte die Stadt ab, aus Angst das Dach noch weiter zu beschädigen. Dieses Problem haben jetzt die warmen Temperaturen der vergangenen Wochen gelöst. Sobald das Dach eisfrei war, nahmen es die Mitarbeiter des städtischen Bauhofs genauer unter die Lupe. Sie reinigten die Wasserläufe und klebten undichte Stellen ab, berichtete Kämmerer Eckert. Den Kies vom Dach zu räumen, davon riet ein Experte jedoch ab. Denn dieser schütze die nicht UV-resistente Dachmatte, die das Wasser abhält, vor Sonnenlicht und verhindere, dass der Wind sie davonträgt.

 Mittlerweile habe die Stadt auch die Kostenerstellung für die Dachsanierung fertig, so der Kämmerer. Diese werden sich auf ca. 1,7 Millionen Euro belaufen, erklärte der Pressesprecher der Stadt, Felix Blersch. Die Arbeiten, die für die Sanierung wirklich nötig sind, fördert jedoch der Bund mit 40 Prozent und der Freistaat mit mindestens 25 Prozent. Einen entsprechenden Förderantrag werde die Verwaltung demnächst bei der Regierung von Schwaben einreichen (der Kreisbote berichtete). 

Obwohl Bund und Land eine Dachsanierung bisher abgelehnt haben, gehe die Stadtverwaltung davon aus, dass der Antrag bewilligt werde. „Die Signale waren positiv“, so Blersch. Bekommt die Stadt grünes Licht, kann sie die Arbeiten ausschreiben, erklärte Eckert im Stadtrat. Allerdings verwies er auch auf die vollen Auftragsbücher in der Baubranche. „Wir können nur hoffen, dass es dieses Jahr klappt!“ 

Das Ziel müsse aber sein, dass das Dach bis Ende des Jahres saniert ist, appellierte Rothemund. „Sonst geht es wieder los.“ „Wir versuchen das heuer in den Griff zu bekommen“, meinte Iacob. Gibt es jedoch zeitliche Probleme, müsse sich die Stadt mit einem Provisorium behelfen. „Bei einem gscheiden Dach, einem Satteldach, wäre das nicht passiert“, warf Magnus Peresson (UBL) ein und bat das bei künftigen Bauprojekten zu bedenken. Das sah Iacob allerdings etwas anders. „Das Dach hat über Jahrzehnte gute Dienste geleistet“, sagte er. Die Stadt habe aber im Zuge der Sanierung ein Pultdach anstelle eines Flachdachs angeregt, damit das Wasser besser ablaufen könne.

kk

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