Auf der sicheren Seite

Verbot von Ferienwohnung im Füssener Weidach

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Auch beim Wohngebiet Weidach Südwest 2 soll die Stadtverwaltung jetzt prüfen, ob hier Ferienwohnungen im Bebauungsplan verboten werden können.

Füssen – Um den Charakter des Neubaugebiets Weidach Südwest als Wohngebiet zu wahren, hat der Stadtrat jetzt einstimmig eine Änderung des Bebauungsplans O 38 beschlossen.

Ziel ist es verschiedene Nutzungen in dem Wohngebiet künftig kategorisch auszuschließen. Damit folgte das Stadtparlament einer Empfehlung des Landratsamtes Ostallgäu vom März. Mit dem Antrag, sein Haus im neuen Wohngebiet Weidach als Ferienhaus zu nutzen, sorgte ein Hausbesitzer im März für Empörung im Bauausschuss. Ohne größere Diskussionen lehnten die Stadträte damals auf Anraten des Landratsamtes den Antrag auf Nutzungsänderung ab. 

Um künftig rechtlich auf der sicheren Seite zu sein, empfahl die Kreisbehörde der Stadtverwaltung gleichzeitig die Änderung des dort geltenden Bebauungsplans. „Eine nachhaltige Steuerung des Ausschlusses der Betriebe des Beherbergungsgewerbes ist nur mit einer Änderung des Bebauungsplans möglich“, erklärte Bauamtsleiter Armin Angeringer. Aus Zeitgründen und angesichts der zahlreichen Bebauungspläne, die derzeit im Bauamt bearbeitet werden, musste diese aber auf die jüngste Stadtratssitzung verschoben werden.

Der nun einstimmig gefasste Beschluss sieht neben dem Verbot von Ferienwohnungen auch den von Läden, Gastwirtschaften, störenden Gewerbebetrieben, Gartenbaubetriebe, Tankstellen, Funkmasten, Kirchen, Sportanlagen oder Einrichtungen für kulturelle Zwecke vor. 

Pläne auf dem Prüfstand

Auf Vorschlag von Ratsmitglied Gerlinde Wollnitza (FWF) soll nun auch der Bebauungsplan O 59 des unmittelbar angrenzenden Wohngebiets Weidach Südwest 2 dahin gehend überprüft und bearbeitet werden. „Da wird die Problematik auch wieder auf uns zukommen“, sagte sie. Ihre Fraktionsvorsitzende Dr. Anni Derday erinnerte in diesem Zusammenhang daran, dass die Bauverwaltung derzeit an insgesamt 22 B-Plänen arbeite. Sie schlug vor, künftig alle Pläne von vorneherein darauf zu prüfen, ob eine touristische Nutzung in dem jeweiligen Geltungsbereich möglich oder nicht ist.

mm

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