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Füssener Vereine müssen mehr fürs Eis zahlen

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Von: Matthias Matz

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Eisstadion Füssen
Vereine oder Mannschaften, die die Eisflächen im Bundesstützpunkt nutzen, müssen dafür mehr künftig Geld bezahlen. © Felix Blersch/Stadt Füssen

Füssen – Nicht erst seit Russlands Angriff auf die Ukraine kennt die Entwicklung der Energiepreise nur eine Richtung. Das macht auch der Stadt zu schaffen. 

Vor allem der Bundesstützpunkt mit seinen 4000 Quadratmetern Eisfläche belastet das Konto der klammen Kommune zunehmend: Betrug die Gasrechnung im Dezember noch 1012 Euro am Tag, waren es im Februar bei gleicher Auslastung des Eises schon fast 2000 Euro, erklärte Pressesprecher Felix Blersch.

„Unsere Energiekosten sind etwas erhöht, um es vorsichtig zu formulieren“, beschrieb Bürgermeister Maximilian Eichstetter (CSU) die Situation vergangene Woche im Haupt- und Finanzausschuss. Dieser beschloss, ab 1. Juni von Vereinen und Hobby-Teams zehn Euro Energiezuschlag auf jede Eismiete zu verlangen.

Gelten soll diese Regelung, „bis eine nachhaltige Entspannung auf dem Energiemarkt einsetzt“, heißt es dazu in der Beschlussvorlage der Stadtverwaltung. Beim diesjährigen „Sommereis“ ist der Zuschlag bereits fest eingeplant. Bürgermeister Eichstetter wies zudem darauf hin, dass der Bau des geplanten Blockheizkraftwerkes (BHKW) für den Bundesstützpunkt in Angriff genommen werden soll, sobald das Landratsamt den diesjährigen Haushalt genehmigt habe.

„Wir wollen Gas geben, sobald der Haushalt steht“, kündigte der Rathauschef an. Wie bereits mehrfach berichtet, plant die Stadt den Bau eines BKHW für den Bundesstützpunkt. Dadurch erhofft man sich im Rathaus, jährlich um die 100.000 Euro an Energiekosten einzusparen.

Gebühren steigen

Neben der Einführung des Energiekostenzuschlags sprach sich der Ausschuss außerdem einstimmig und ohne Diskussionen für eine jährliche Erhöhung der Eismieten, sprich Nutzungsgebühren, um zehn Prozent aus. Diese wurden bereits im vergangenen Jahr ermittelt und auch schon probeweise angesetzt. So zahlt etwa eine Eishockey-Senioren-Mannschaft in dieser Saison 170 Euro brutto pro Stunde Eisnutzung (ohne Energiekostenzuschlag). In der Saison 2017/2018 mussten dafür noch 155 Euro gezahlt werden. Für Hobby-Teams erhöht sich die Gebühr im Vergleichszeitraum von 145 auf 159 Euro. 2

Betroffen von der Erhöhung sind auch die Eiskunstläufer. Hier müssen Vereine künftig 115 statt 105 Euro zahlen. Für Schulen erhöht sich der Tarif von 37 auf 41 Euro. Daneben müssen auch die Eisstock-Schützen sowie die Curler für die Nutzung der Eisflächen künftig tiefer in die Tasche greifen.

Mit der Erhöhung um zehn Prozent orientiere man sich an den Preisen der Mitbewerber in der Region, schreibt die Stadtverwaltung dazu. Unterm strich erhofft sich die Verwaltung dadurch Mehreinnahmen in Höhe von rund 29.000 Euro.

Hohe Einnahmen

Geklärt werden soll auf Anfrage von CSU-Fraktionsvorsitzender Peter Hartung allerdings noch, ob die personenbezogene Abrechnung bei den Eisstockschützen tatsächlich die finanziell bessere Lösung ist.

Seine Fraktionskollegin Nicole Eikmeier wollte indes wissen, ob sich vor dem Hintergrund der steigenden Energiepreise das „Sommereis“ überhaupt noch lohne. Eichstetter erinnerte daran, dass das Angebot im vergangenen Jahr sehr gut angenommen worden sei und 30.000 Euro an Einnahmen eingebracht habe. Dennoch müsse noch entschieden werden, ob das Angebot diesen Sommer wiederholt werde. Abhängig sei dies vor allem von der Anzahl der Buchungen, erklärte der Bürgermeister.

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