Nächster Schritt zur Digitalisierung

In Füssen kann man jetzt mit dem Smartphone parken

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Wer in Füssen parkt, kann dafür sein Smartphone nutzen. In der Spitalgasse zeigen Bürgermeister Maximilian Eichstetter (v.r.), Markus Gmeiner von der Stadtverwaltung und Patrik Lundberg, Geschäftsführer der Firma Parkster, was sich an den Parkautomaten verändert hat. Zu beachten ist das grüne Schild.

Füssen – Ab sofort können Autofahrer ihren Parkschein per Smartphone lösen, wenn sie ihren Pkw auf kommunalen Parkplätzen abstellen. „Wir sind für Innovationen immer offen“, unterstrich Bürgermeister Maximilian Eichstetter (CSU), als er das Konzept am Montag mit Vertretern der Firma Parkster vorstellte.

Bis ein Auto vor einem Besuch in Füssen, Hopfen am See und Weißensee ordnungsgemäß abgestellt ist, brauchen Fahrer in der Regel gute Nerven. Das neue System mit Smartphone soll hier Entlastung bringen. Um einen digitalen Parkschein lösen zu können, brauchen Autofahrer nur die Parkster App auf dem Smartphone. Diese ist für Android-Endgeräte auf Google Play sowie für das iPhone im App Store kostenlos erhältlich. 

Für den Parkvorgang gibt der Autofahrer sein Kennzeichen und die Parkdauer in der App ein. Das alles hat für die Autofahrer einen großen Vorteil: Mit ihrem Handy können sie die Parkzeit im Rahmen der Höchstparkdauer verlängern. So müssen sie kein Knöllchen fürchten, wenn sie länger im Café sitzen bleiben möchten oder es im Wartezimmer einmal länger dauert. 

Dank des digitalen Parkscheins lässt sich auch ein Teil der Gebühren sparen, wenn sich die Zeit des Parkens verkürzt. Was das Parken jeweils gekostet hat, ist durch eine E-Mail oder Rechnung per Post zu erfahren. Wer möchte, kann aber natürlich auch weiterhin mit Geldmünzen seine Parkzeit bezahlen. 

Daneben gibt es die klassische „Semmeltaste ”auch in der App. Das heißt, dass Autofahrer für schnelle Besorgungen auf vielen Parkplätzen ein Gratisticket für 30 Minuten lösen können. Digitales Parken soll möglichst einfach, transparent und kundenfreundlich werden, bringt Parkster seine Firmenphilosophie auf den Punkt. Wer privat mit der Parkster App parke, bezahle dafür das Gleiche wie am Parkautomaten. 

Der Kunde müsse dabei keine sensiblen Kontodaten in die App eingeben. Bezahlt wird jeden Monat auf Rechnung oder mit Kreditkarte. Parkster listet demnach im Detail die in Rechnung gestellten Parkvorgänge auf. Die kommunale Verkehrsüberwachung kann im Gegenzug alle über die Parkster App gelösten Parkscheine in Echtzeit einsehen. Deren Mitarbeiter sehen also bei jedem Fahrzeug sofort, ob ein Ticket gelöst wurde und ob dieses noch gültig ist. 

„Mit dem Parken per App schaffen wir eine zeitgemäße Alternative zum Bargeld und damit einen echten Mehrwert für die Bürgerinnen und Bürger sowie unsere Gäste aus dem In- und Ausland”, freute sich Eichstetter. Das neue Angebot für Pkw-Fahrer sei ein „weiterer wichtiger Schritt in Richtung Digitalisierung der Verwaltungsangelegenheiten.“

cf

So funktioniert`s:

Hat der Fahrer in seinem Smartphone die Standortinformationen beziehungsweise Ortungsdienste aktiviert, erkennt die App automatisch den Parkplatz, auf dem das Fahrzeug abgestellt ist. Sind die Dienste nicht aktiviert, gibt der Autofahrer den Zonencode des Parkplatzes mit ein. Den Zonencode findet er auf den Schildern, die am Parkplatz auf Parkster hinweisen. Für den Parkvorgang gibt der Autofahrer sein Kennzeichen und die Parkdauer in der App ein. Die Parkzeit kann er hier im Rahmen der Höchstparkdauer jederzeit verlängern oder verkürzen. Laut Parkster bietet das System auch für die jeweiligen Kommunen einen Mehrwert. Dadurch erhalten sie einen bessere Überblick über die Auslastung und den Status der angebundenen Parkplätze. „So stellt die Parkster App den Verantwortlichen auf Knopfdruck detaillierte Angaben zur aktuellen und zur historischen Auslastung der Stellplätze bereit und liefert das Datenfundament für eine langfristige Zukunftsplanung.” Vor allem Tourismusregionen könnten so den Verkehrsfluss steuern und dadurch ihre Infrastruktur entlasten.


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