Manfred Schweinberg ist Sportler des Jahres

Herbert Hiemer (2. von links) wurde von Bürgermeister Paul Iacob (3. von links) für „besondere Verdienste im Sport“ mit einer Medaille bedacht. Zuschauer sind Markus Gmeiner (links), der diese Feierstunde im Sparkassensaal moderierte, und (von rechts) die Preisträger Lara Neumeier, Manfred Schweinberg und Karl-Heinz Guggemos. Foto: cf

Füssen – Die Füssener Sportler des Jahres 2013 sind Lara Neumeier bei den Junioren und Manfred Schweinberg vom Skiclub bei den Senioren. Die 15-jährige Sportlerin des Deutscher Alpenvereins, Sektion Füssen, wurde unter anderem im Wettkampfklettern B-Jugendmeisterin in Bayern. 

Sie erreichte den dritten Platz bei der Deutschen Meisterschaft (Vorstieg) und wurde Europameisterschafts-Vierte der Disziplin „Bouldern“. Beim Bouldern handelt es sich dabei um Klettern ohne Kletterseil und -gurt in Absprunghöhe, zum Beispiel an künstlichen Kletterwänden. „Die Ehrung kommt für mich unerwartet“, sagte die Schülerin, die in Rieden trainiert. Die Auszeichnung motiviere sie, sich in Zukunft noch etwas höher zu platzieren, sagte Neumeier. 

Sportler des Jahres wurde Manfred Schweinberg, der seit Jahrzehnten im Füssener Breitensport engagiert ist. Ein ebenfalls strahlender Sieger war der wie die beiden Sportler ebenfalls einstimmig gewählte „Trainer des Jahres“. Als Wahlsieger ging gegen die starke Konkurrenz Karl-Heinz Guggemos durchs Ziel. Der 1956 in Füssen geborene Coach konnte mit dem Nachwuchs des örtlichen Eishockeyclubs EV Füssen mehrere Erfolge feiern. Zu Ehrung für besondere Dienste im Sport wurde Herbert Hiemer aufgerufen, der die Silberne Ehrennadel erhielt. Die Ehrungen nahmen Bürgermeister Paul Iacob, Sportbeauftragter Markus Gmeiner und Erika Henne, stellvertretend für Karin Ketterl vor. Die langjährige Vorsitzende der Interessengemeinschaft der Füssener Sportvereine musste aus gesundheitlichen Gründen an diesem Abend passen.

Insgesamt überreichten sie  79 mal Bronze, 76 mal Silber und als ersten Höhepunkt des Abends 37 Goldmedaillen im Rekordtempo. „Es gab selten so viele Auszeichnungen“, merkte Gmeiner an. Keine Entscheidung, die vom Ausschuss für Kultur, soziale Angelegenheiten und Sport in der nichtöffentlichen Sitzung getroffen worden ist, war umstritten. Sportlerinnen und Sportlern aus 15 Vereinen wurden für ihre Erfolge und auch ihre vorbildliche Haltung geehrt. Die 192 Medaillen-Gewinne verteilten sich auf Schützen und Kampfsportler ebenso wie auf Leichtathleten, Tennis- und Baseballspieler. 

Mit dem Prädikat „einmalig seit schon 27 Jahren“ kündigte Moderator Gmeiner die Auszeichnung für das große Kletter-Talent Lara Neumeier aus dem Alpenverein an. Zuvor ging die alljährliche Verteilung der Zuschüsse an die Vereine über die Bühne. 18 Füssener Sportvereine dürfen sich über Schecks in Höhe von insgesamt 33.800 Euro freuen . Die Sparkasse hat den Clubs zusätzlich 10.300 Euro spendiert, „die für die Nachwuchsförderung gedacht sind“, so Joachim Schmid im Namen des Sponsors. Der neunjährige Willi Fischbach aus der Sportschule Shinto war der erste Sportler, dem die öffentliche Ehrung zu teil wurde. Mannschaftskamerad Norman Nüßlein erhielt wenig später Sonderbeifall. Ihm war aus reinem Versehen feierlich Gold statt Silber überreicht worden. Worauf der Bub, ganz fairer Sportsmann, sofort „um die richtige Medaille“ bat.  

Einmal mehr zeigte sich innerhalb von 90 Minuten, dass in der Sportstadt Füssen erfahrene Athleten und Talente in einer Fülle von Disziplinen im großen Feld der 18 hier vertretenen Vereine zuhause sind. Besonders erfreulich, dass neben vielen bekannten Gesichtern wie zum Beispiel den Seglern oder Squashspielern richtig junge Talente ausgezeichnet werden können. Hier ist nicht nur - wie Gmeiner unterstrich - der Curling Club „auf einem guten Weg“. 

Das Niveau beginnt beim Aufstieg in die Kreisliga – die B-Junioren Fußballer des FC Füssen – und steigert sich bis in den internationalen Spitzensport. „Ich habe mich sehr gefreut, dass ich eingeladen worden bin“, so Top-Curlerin Corinna Scholz im Gespräch mit dem Kreisboten. Die Füssener Sportlerin des Jahres 2010 war zwar nicht für die jetzt angelaufene Olympiade Sotschi 2014 qualifiziert, mit ihrem Team bereitet sie sich jedoch fürs nächste WM-Turnier vor. Gold gab es darüber hinaus für Manuel Kößler, der bei Rallyes auf Pisten im Ausland die Füssener Farben vertritt. 

Im Mittelpunkt der sich an die Parade der Medaillengewinner anschließenden Party stand Manfred Schweinberg vom Ski-Club. Er sei „seit Jahren schon aufgrund seiner vielseitigen sportlichen Tätigkeiten in vielen Bereichen ein großes Vorbild für die Jugend“, kommentierte die Jury ihre Entscheidung, die einen starken Beifall des Publikums fand, in dem auch kommunale Politiker den Sportlern ihre Anerkennung zollten. Schweinberg, war als einziger Teilnehmer bis heute an allen 23 Stadtolympiaden am Start, wie Gmeiner betonte. 

Dass sich das Event in Füssen wie gewünscht abspielen könne, sei dem Sponsor Herbert Hiemer als besonderes Verdienst anzurechnen. „Wir verleihen ihm die Ehrennadel unserer Stadt, denn ohne Hiemer und seine Partner wäre die beliebte Füssener Olympiade - in dieser Form und Größenordnung – einfach nicht durchzuführen“, heißt der wichtigste Satz in der Laudatio. Gerhard Fischer war als Stellvertreter eingesprungen, um den sich in den Ruhestand verabschiedenden Karl-Heinz Guggemos zu würdigen, der sich ums frische Blut für die „Leoparden“ des EV Füssen jahrelang verdient machte. Guggemos ist damit der Nachfolger der ausgezeichneten Jahrestrainer 2011 und 2012 Michael Weber vom TTC und Dr. Marion Gumtau-Langer Leichtathletik-Abteilung der traditionsreichen TSG. cf

Meistgelesen

Eiskalt durch den Dreck
Eiskalt durch den Dreck
Taliban-Kommandeur im Ostallgäu festgenommen
Taliban-Kommandeur im Ostallgäu festgenommen
"Rums voll bis unters Dach"
"Rums voll bis unters Dach"
Schläger beißt Polizisten
Schläger beißt Polizisten

Kommentare