Im schlimmsten Fall drohen fünf Jahre Haft

Strafanzeige gegen Harald Vauk

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Die Füssener Stadtverwaltung geht nun juristisch gegen Harald Vauk wegen dessen Äußerungen über Hauptamtsleiter Andreas Rist vor.

Füssen – Die Stadt hat Strafanzeige gegen Harald Vauk, Sprecher der sogenannten Aktiven Bürger Füssen, erstattet. Das bestätigte die Staatsanwaltschaft Kempten auf Nachfrage. Aber auch Hauptamtsleiter Andreas Rist ist ins Visier der Ermittler gerückt. 

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft in Kempten wird Vauk üble Nachrede und falsche Verdächtigungen vorgeworfen. Wie berichtet, hatte er öffentlich behauptet, Hauptamtsleiter Andreas Rist sei durch Betrug und Titelmissbrauch zu seiner jetzigen Position und Gehaltseinstufung im Rathaus der Stadt Füssen gekommen. 

So bezichtigt Vauk den Hauptamtsleiter, er habe sich zu Unrecht mit dem Titel "Diplom-Verwaltungswirt" geschmückt. Der Hauptamtsleiter dürfe diesen Titel nicht tragen, da er lediglich eine Zusatzausbildung an der Verwaltungsakademie absolviert habe.

Rist und Bürgermeister Paul Iacob (SPD) bestreiten die Vorwürfe entschieden. Deshalb hat Iacob nun Strafanzeige gestellt. "Ich muss mich vor meine Mitarbeiter stellen", sagte Iacob gegenüber unserer Zeitung. Die von der Stadtverwaltung beauftragte Anwaltskanzlei habe Vauks öffentliche Äußerungen über Hauptamtsleiter Rist geprüft. "In deren Augen sind die Tatbestände erfüllt", so Iacob.

Ob die Behörde nun gegen Vauk ermitteln wird, ließ Sprecherin Nadine Weick gegenüber dem Kreisbote zunächst offen. Das Strafmaß im Fall einer Verurteilung wegen übler Nachrede und falscher Verdächtigungen reicht demnach von einer Geldstrafe bis zu fünf Jahren Haft.

Doch auch Hauptamtsleiter Rist ist angezeigt worden, wie die Sprecherin der Staatsanaltschaft außerdem mitteilte. "Gegen die benannte Person ist eine Anzeige wegen des Missbrauchs von Titeln - konkret die Berufsbezeichnung - hier eingegangen. Auf Grundlage derselben wurde ein Ermittlungsvorgang angelegt. Dies ist bei Eingang von Anzeigen gegen eine konkret benannte Person verpflichtend", erklärte Weick.

Bereits im vergangenen Jahr war Rist deswegen anonym angezeigt worden. Seinerzeit hatte die Staatsanwaltschaft kein Verfahren eingeleitet, da es keine Hinweise auf Verfehlungen des Hauptamtsleiters gegeben habe.

Matthias Matz

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