Licht und Schatten in der Bilanz

Während die Füssener Hütte sehr gut läuft, geht der Ertrag beim Holz zurück

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Die Füssener Hütte in Österreich ist ein beliebtes Ausflugsziel und wird von den neuen Pächtern erfolgreich betrieben. Nun will die Stadt weiter in ihre Immobilie investieren.

Füssen – Die Füssener Hütte laufe unter dem neuen Pächterpaar „sehr gut“, freute sich Thomas Wechner, als er in der jüngsten Sitzung des Stadtrates den Jahresabschluss des Tiroler Grundbesitzes der Stadt Füssen vorstellte.

Auch in das Gebäude selbst habe die Stadt im vergangenen Jahr viel investiert – und weitere Arbeiten stehen an, erklärte der Verwalter der Tiroler Liegenschaften. Doch einen Wermutstropfen gibt es trotzdem. 

Der Besitz der Stadt Füssen im benachbarten Außerfern stammt noch aus der Herrschaftszeit des Klosters St. Mang. Heute umfasst er über 500 Hektar in den Gebieten der Gemeinden Musau, Vils, Pinswang und Grän. 157 Hektar davon sei Schutzwald, 91,4 Hektar Ertragswald, erklärte Wechner. Und hier mache derzeit vor allem das Eschensterben und der Borkenkäfer Probleme. 21 Festmeter fielen dem Eschensterben, 63 Festmeter dem Borkenkäfer zum Opfer. „Der Käfer hat bei uns gut gearbeitet“, meinte Wechner mit Blick auf den Bezirk. 

Während der 2015 noch 5000 Festmeter durch den Borkenkäfer abschreiben musste, waren es 2017 schon 18.000 Festmeter. „Das schlägt sich im Holzpreis nieder“, erklärte der Verwalter. „Wir haben nicht den Ertrag wie vor ein paar Jahren.“ Deshalb fügte er hinzu: „Ich hoffe, dass sich der Käfer nicht weiter verbreitet.“ Hütte läuft gut Mit Blick auf die bei Wanderern beliebte Füssener Hütte hatte Wechner aber vor allem Erfreuliches zu berichten. Diese laufe derzeit „sehr gut.“ 

Er sei froh über das neue Pächterpaar, Melanie Kerpf und Matthias Nack, die seit rund einem Jahr die Hütte betreiben – und das sehr gut (der Kreisbote berichtete mehrfach). Damit auch die Hütte selbst in der h

eutigen Zeit ankommt, seien 2017 etwa 50.000 Euro in das Ausflugsziel investiert worden, teilte Wechner mit. So bekam die Hütte einen neuen Gasherd und neue Gaskühlschränke und eine Satellitenanlage wurde installiert. Schließlich müssten die Berghütten heutzutage übers Internet erreichbar sein, um Buchungen entgegen nehmen und Bestellungen aufgeben zu können. 

Auch ein neues Dieselaggregat hat die Hütte jetzt und aufgrund eines Einbruchs im vergangenen Jahr auch eine neue Tür. Außerdem wurden die alten Toiletten abgerissen und neue eingebaut. So gibt es jetzt jeweils eine Dusche und WC für Damen und Herren. Und auch das Pächterpaar hat nun ein eigenes Bad, so der Verwalter. 

Große Pläne

„In den vergangenen Jahren waren wir sehr, sehr zurückhaltend“, erklärte Bürgermeister Paul Iacob (SPD). „Die Elektroanlagen waren teilweise zum Fürchten.“ Deshalb wurden sie 2016 erneuert. Und bei den Toiletten sah es auch nicht viel besser aus. Sobald Fördermittel frei werden, wolle man außerdem die ganze Hütte ans Wasser-, Kanal- und Stromnetz anschließen. „Das begleitet uns die kommenden Jahre.“ 

Und für 2019 steht auch schon das nächste Projekt an. „Die Terrasse ist morsch“, sagte Iacob. Außerdem solle sie erweitert werden. Dafür habe er sich schon mit einem Zimmerer in Verbindung gesetzt, erklärte Wechner. Auch ein Fettabscheider müsste her. „Wir sind schrittweise dabei“, so der Verwalter. Und das schlägt sich auch in Zahlen nieder. Während der Tiroler Grundbesitz 2017 noch 5000 Euro an die Stadt überweisen konnte, sei 2018 dafür „kein Ansatz drin, weil wir das Geld im Tirol brauchen“, erklärte Wechner.

Für das Haushaltsjahr 2018 veranschlagte er beim Aufwand und Ertrag jeweils 82.800 Euro, was der Stadtrat einstimmig absegnete. Genau wie den Jahresabschluss 2017. Dieser schließt in den Aufwendungen und Erträgen jeweils mit rund 95.000 Euro. Davor hatte die Stadtkämmerei erklärt, dass die Überprüfung keine Beanstandungen ergab.

kk

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