Schmück und Hartung beschweren sich über die unbepflanzten Verkehrsinseln in Hopfen

"Da muss was gemacht werden"

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Trostloser Anblick: Die unbepflanzten Verkehrsinseln in Hopfen am See ärgern die CSU-Stadträte aus dem Füssener Ortsteil.

Füssen – In rot, orange, gelb, weiß und lila leuchten die Verkehrsinseln derzeit in Eisenberg, Hopferau und Lechbruck. Nur in Hopfen sind sie braun.

Nur in Hopfen sind sie braun. Von Blumen Fehlanzeige. Das regt die Hopfener Stadträte Michael Schmück und Peter Hartung (beide CSU) auf, wie sie vergangene Woche im Stadtrat erklärten. Vor allem, da sie seit Jahren Sommer für Sommer von Touristen darauf angesprochen würden und das Thema auch im Stadtrat bereits aufs Tablett gebracht hätten. Doch getan hat sich nichts. 

„Es ist echt bitter, dass man das Thema immer wieder aufbringen muss“, sagte Hartung. Wie es in anderen Gemeinden läuft, zeigte Schmück anhand von Bildern. „Lechbruck hat 16 Verkehrsinseln. Alle sind gleich bepflanzt. Das schaut toll aus. Und die haben keine Stadtgärtnerei für 1,5 Millionen Euro und einen Bauhof.“ 

Dagegen sei die Blumensituation in Hopfen „sehr, sehr schlecht“, so Schmück. Zwar sei das Unkraut auf den Verkehrsinseln mittlerweile entfernt worden. Doch die Beete seien immer noch nicht bepflanzt worden, obwohl man sich inzwischen in der touristischen Hochsaison befinde. „Das ist ein toller Anblick für Touristen“, meinte Schmück ironisch. „Vor allem, wenn man immer wieder darauf angesprochen wird. Warum geht das so langsam“, wollte Schmück von Bürgermeister Paul Iacob (SPD) wissen. 

Die Gärtner seien derzeit dabei die Beete nachzupflanzen, erklärte der Rathauschef. „Ich werde mich erkundigen, warum sie das noch nicht in Pfingsten gemacht haben.“ Daneben schlug er vor auf den Verkehrsinseln Wildblumensamen auszusäen. „So etwas wäre absolut schön und spart uns viel Arbeit“, meinte Iacob. Begeistert von dieser Idee zeigte sich Dr. Martin Metzger (BfF): „Das ist kostengünstig und nutzt jedem etwas.“ Deshalb sei er sofort dabei, „wenn`s auch nur für die Bienen ist.“

"Schlimmer als jetzt"

Doch dann müsse das jedes Jahr gemacht werden, warf Wolfgang Bader (SPD) ein. Denn im zweiten Jahr schaue das nicht mehr so schön aus. Das sei bereits im Herbst der Fall, meinte jedoch Kristina Reicherzer (FWF). „Dann schaut das noch schlimmer aus als jetzt“, sagte sie. 

Deshalb sollte das bereits davor abgemäht werden. „Was machen wir dann mit dem Gewächshaus, das wir gebaut haben“, warf Jürgen Doser (FWF) ein. Ins gleiche Horn stieß Niko Schule (CSU). „Wir haben da unten ein Riesenteil gebaut, weil wir immer umpflanzen wollen.“

Gleichzeitig nahm er die Gärtner in Schutz. Diese seien damit beschäftigt gewesen, das Beet vor den EWR herzurichten. Außerdem ging in den vergangenen Wochen viel Zeit fürs Gießen drauf. „Einfach zu sagen, das hängt nur an denen, ist nicht fair“, so der Zweite Bürgermeister.

Gleicher Meinung war Ilona Deckwerth (SPD). Sie sprach sich dafür aus, die Arbeit der Gärtner besser zu würdigen. Bei den derzeit heißen Temperaturen könne man nicht auch noch verlangen, dass sie sich um die Bepflanzung der Verkehrsinseln kümmern, so die Stadträtin. „Es liegt im Blick des Betrachters, was schön ist.“ 

Kein Ausnahmezustand

Diese Haltung konnte Peter Hartung gar nicht nachvollziehen. „Das ist keine temporäre Sache“, so das Hopfener Ratsmitglied. Das Thema beschäftige die Hopfener bereits sei fünf bis sieben Jahren. Daneben habe er die Gärtner nicht persönlich angegriffen. So wie sie ihre Arbeit machen, sei das einfach nicht richtig, sagte Hartung. „Hopferau und Eisenberg haben den Anspruch, dass das gepflegt ausschaut. Den Anspruch haben wir anscheinend nicht.“ Ob Blumen oder Wildblumensamen, sei ihm egal. „Aber da muss was gemacht werden.“

kk

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