Warmweißes Licht

Einstimmig: Neue Außenbeleuchtung für das Hohe Schloss in Füssen

Hohes Schloss Füssen Außenmauer
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Das Hohe Schloss in Füssen soll künftig in neuem, umwelt- und insektenfreundlichem Licht erstrahlen. Denn die Außenbeleuchtung des historischen Gebäudes ist in die Jahre gekommen und erneuerungsbedürftig.

Füssen – 50 Jahre ist die Beleuchtung am Hohen Schloss in Füssen alt und erneuerungsbedürftig. Aus diesem Grund beschloss der Stadtrat am vergangenen Dienstag eine neue Außenbeleuchtung für rund 200.000 Euro installieren zu lassen. „Das hört sich viel an, jedoch müssen wir auch an die jetzigen Stromkosten denken“, sagte Bürgermeister Maximilian Eichstetter (CSU). Diese liegen bei rund 13.000 Euro jährlich und gehen mit einem C0²-Ausstoß von 33,64 Tonnen pro Jahr einher. Mit neuen LED-Lampen wären diese Werte sehr viel geringer.

Die Außenbeleuchtung am Hohen Schloss ist in die Jahre gekommen und erneuerungsbedürftig, dass sei nicht abzustreiten. 50 Jahre ist sie alt, acht Leuchten sind bereits komplett defekt und nicht mehr reparabel. Auch das gesamte Kabelnetz, das unter der Erde liegt, ist verbraucht und defekt. Eine neue Beleuchtung muss her. Dabei treibt die Kosten in die Höhe, dass für die Installation an diesem Standort das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege hinzugezogen werden muss. Auch das steile Gelände erschwert die baulichen Maßnahmen.

CO²-Ausstoß sinkt

Um eine bessere Orientierung über Kosten und Nutzen zu erhalten, beauftragte die Stadt die Elektrizitätswerke Reutte (EWR) damit, die Zahlen zusammenzufassen. Heute verbraucht die Lichtanlage 176 Kilowattstunden, was 35,20 Euro entspricht, pro Tag. Hochgerechnet sind das 12.848 Euro im Jahr. Der CO²-Ausstoß liegt aktuell bei 33,64 Tonnen jährlich. Mit der neuen LED-Lichtanlage werden täglich 0,95 Kilowatt, bzw. 4,48 Kilowatt Strom verbraucht. Es sollen zwei verschiedene Lampenarten verbaut werden. Zusammengerechnet liegt der Verbrauch dann bei 21 Kilowatt am Tag. Die Kosten dafür: 4,20 Euro täglich, 1533 Euro pro Jahr. Der CO²-Ausstoß allerdings sinkt um rund 29 Tonnen auf 4,01 Tonnen in zwölf Monaten.

Insektenfreundlich

Bei der Auswahl der neuen Lampen spielt der Schutz von Insekten eine große Rolle. Es sollten daher Leuchtmittel eingesetzt werden, bei denen der Ultraviolett- und Blauanteil im Lichtspektrum möglichst gering ist. Dies wird mit sparsamen LED-Lampen umgesetzt. Geringe Wattzahlen schonen Insekten und den Geldbeutel. Außerdem werden Leuchten verwendet, die so konstruiert sind, dass Falter, Fliegen, Käfer und Co. nicht in diese eindringen können. Mit dem Abschalten der Beleuchtung um 23 Uhr werden ebenfalls Umwelt, Tiere und der Geldbeutel geschont.

„Beleuchtung ist Sache der Stadt“, erklärte Bürgermeister Eichstetter, weshalb es wahrscheinlich keine Förderung für diese Installation geben wird. Dennoch werde die Füssener Stadtverwaltung alle Möglichkeiten prüfen. Sie wird nun entsprechende Angebote einholen und dem Stadtrat zur Entscheidung vorlegen.

Selma Höfer

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