Bis Ende des Jahres sollen die Ergebnisse vorliegen

Aufwertung für die Füssener Altstadt

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Weil die Theresienbrücke im kommenden Jahr saniert werden soll, muss die städtebauliche Feinuntersuchung noch heuer über die Bühne gehen.

Füssen – Bereits seit November wird eine baufällige Stützmauer und Treppenanlage in der Tiroler Straße einem ständigen Monitoring unterzogen. Dennoch könnte sich die geplante Sanierung der Maueranlage verzögern.

Denn bevor die Regierung von Schwaben in Augsburg Fördermittel für die Arbeiten freigibt, muss die Stadtverwaltung zunächst eine sogenannte städtebauliche Feinuntersuchung vornehmen lassen. Und in diese soll jetzt auch gleich die ebenfalls reparaturbedürftige Theresienbrücke, die Einfahrt zu den Hanfwerken sowie die Lechhalde mit einbezogen werden. Das hat der Stadtrat kürzlich beschlossen.

Damit folgte das Gremium in seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause ohne Diskussionen einer Empfehlung der Verwaltung. Diese hatte zuvor mit der Regierung von Schwaben über die Sanierung der maroden Mauer und deren Umfeld sowie die Möglichkeit einer Förderung dieser Arbeiten verhandelt. 

Im Zuge des städtebaulichen Entwicklungskonzepts ISEK soll die Tiroler Straße insgesamt aufgewertet und attraktiver gemacht werden.

Das Ergebnis: Voraussetzung für finanzielle Zuschüsse sei eine „städtebauliche Feinuntersuchung“ des Gebiets. „Außerdem wurde darauf hingewiesen, dass in diesem hochsensiblen Bereich in dem in Aufstellung befindlichen ISEK mehrere städtebaulichen Maßnahmen angedacht sind, die sinnvollerweise nun gleich mit beplant werden sollten“, erklärte Hauptamtsleiter Peter Hartl den Ratsmitgliedern. 

Damit gemeint sind die Theresienbrücke mit dem „Promenadenplatz“ südlich davon, der Einfahrtsbereich in die ehemaligen Hanfwerke sowie die nördliche Lechhalde/Spitalgasse, für die nun gleichfalls in einem Abwasch eine solche „Feinuntersuchung“ angefertigt werden soll. Diese soll später als Grundlage für weitere Bau- und Sanierungsmaßnahmen in diesem Bereich herangezogen werden. 

Denn bekanntlich steht dieser Bereich als Eingangsbereich zur historischen Altstadt und somit auch Aushängeschild ohnehin mit ganz oben auf der ISEK-Prioritätenliste (der Kreisbote berichtete mehrfach). 

Viele Baustellen

Vor allem die hohe Verkehrs- und Lärmbelastung in der Tiroler Straße, der teilweise schlechte Zustand der dortigen Gebäude und das Problem fehlender Parkplätze sollen dabei gelöst werden. Gleichzeitig wollen Verwaltung und Politik das auf dem Gelände der ehemaligen Hanfwerke schlummernde Potenzial geweckt werden. Angedacht ist hier eine Mischung aus Wohnen und Gewerbe. Die Weiterentwicklung dieses prominenten Areals im Süden der Stadt gilt im Rathaus sogar als eine der wichtigsten Zukunftsaufgaben der Stadtverwaltung. 

Die Zeit drängt

Im Rahmen der nun beschlossenen „städtebaulichen Feinuntersuchung“ soll „die Aufwertung und Neuordnung des südlichen Innenstadtzugangs über die Theresienbrücke vertieft untersucht und ein übergreifendes Gestaltungskonzept entwickelt werden“, heißt es in den Unterlagen der Bauverwaltung. Ganz konkret bedeutet das beispielsweise: Ergänzend zur ohnehin geplanten technischen Sanierung der baufälligen Theresienbrücke sollen etwa künftige Gestaltungselemente der Brücke wie etwa das Geländer oder die Laternen in ein Gesamtkonzept für die Neugestaltung des „Eingangs“ in die historische Altstadt eingebunden werden. „Besonderes Augenmerk soll dabei auch auf die Neuordnung des Verkehrs, die Barrierefreiheit und die Gestalt- und Aufenthaltsqualität des öffentlichen Raums gelegt werden“, schreibt dazu das Bauamt. 

Weil die baufällige Theresienbrücke aber bereits im kommenden Jahr saniert werden soll – ursprünglich sollten die Arbeiten bereits dieses Jahr beginnen, es fand sich aber keine Baufirma – muss die „städtebauliche Feinuntersuchung“ noch heuer in der zweiten Jahreshälfte in Angriff genommen werden. Bis spätestens Ende des Jahres sollen dann die Ergebnisse vorliegen, damit im kommenden Jahr mit den Arbeiten begonnen werden kann.

mm

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