Stadtrat einigt sich auf die Höhe der Parkgebühren im Schwedenweg

Parken im Füssener Schwedenweg: Gebühren werden verdoppelt

Parkplatz im Schwedenweg in Füssen
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Um das Parken im Schwedenweg für Tagestouristen unattraktiver zu machen, hat der Stadtrat jetzt eine maximale Parkgebühr von acht Euro am Tag beschlossen.

Füssen – Dass das Parken im Schwedenweg im Weidach ab Januar Geld kosten soll, hat der Stadtrat bereits entschieden. Nachjustiert werden musste jetzt allerdings auf Antrag der Fraktion Füssen-Land (FL) bei der Höhe der Gebühren. Vergangene Woche einigte sich der Rat bei einer Gegenstimme von Thomas Scheibel von den Freien Wählern (FW) auf eine maximale Tagesgebühr von acht Euro. Damit soll der Parkplatz vor allem für Tagestouristen unattraktiver gemacht werden. Ein Beschluss von Ende November ist damit hinfällig.

Die seit längerem geplante Einführung von Gebühren für den Parkplatz im Schweden hinter den Sportanlagen im Weidach ist in den vergangenen Wochen zu einer Art Politikum geworden. Bereits zwei Mal schon stand das Thema in einem Ausschuss des Stadtrates auf der Tagesordnung. Auf die jüngste Entscheidung des Stadtparlaments Ende November (der Kreisbote berichtete) folgte prompt ein Antrag von der Fraktion Füssen-Land, der die Ende November beschlossene maximale Tagespauschale von vier Euro nicht hoch genug war.

Daher forderten die FL-Rät wie schon in der Oktober-Sitzung des Verkehrsausschusses eine Tagespauschale von neun Euro. Aber auch die TSG Füssen und Harald Vauk waren nicht zufrieden mit der Ende November beschlossenen Gebühren-Regelung und stellten eigene Anträge, weshalb das Thema in der vergangenen Woche erneut auf der Tagesordnung des Kommunalparlaments stand.

Füssen-Land-Stadtrat Martin Dopfer betonte, dass es ihm mit seiner Forderung nach einer höheren Tagespauschale vor allem um die Sportler und Besucher des Skate- und Bikeparks gehe. „Die überwiegenden Nutzer sind die Tagestouristen, nicht die Sportler“, erklärte er. Letztere würden im Gegensatz zu Touristen ohnehin nicht die volle Parkdauer ausnutzen. „Die regelmäßige Benutzung des Skateparks liegt deutlich unter sechs Stunden“, sagte er. „Auch die Eltern schauen da keine fünf bis sechs Stunden zu. Für ihn stelle sich daher die Frage, wie man die Tagestouristen von dem Parkplatz fern halte. „Nicht mit vier Euro!“, so seine Einschätzung. Daher sehe er in hohen Gebühren „einen Mehrwert für die Nutzer des Bikeparks“.

Tatsächlich liegt die durchschnittliche Parkdauer von Besuchen des Skateplatzes zwischen 25 Minuten und eineinhalb Stunden. Das hätten Erhebungen der Stadtverwaltung ergeben, warf Bürgermeister Maximilian Eichstetter (CSU) an dieser Stelle ein.

Thomas Scheibel zeigte sich indes verwundert ob dieser Aussage von Dopfer. „Wir verkaufen es jetzt also als gut für die Skater, dass neun Euro erhoben werden“, sagte der Initiator des Skateparks, der sich seit Aufkommen der Debatte für zwei Stunden kostenloses Parken einsetzt (der Kreisbote berichtete). „Was bisher gut für die Skater war, war, dass alle drei Stunden kostenlos parken durften.“

Ein gemischtes Modell, bestehend aus der „Semmeltaste“, Gebühren und Parkkarten etwa für Trainer und Übungsleiter der Vereine hatte Harald Vauk in der Bürgerfragestunde zu Beginn der Ratssitzung ins Spiel gebracht. Ein entsprechendes Konzept habe er den Stadträten zukommen lassen, berichtete er. Diskutiert wurde dieses allerdings nicht.

Stattdessen einigte sich das Stadtparlament bei einer Gegenstimme von Scheibel und auf Vorschlag seiner Fraktionskollegin Christine Fröhlich schließlich auf folgende Gebührenordnung ab Januar von 9 bis 18 Uhr: die erste Stunde bleibt mit Parkscheinregelung kostenlos. Ab der vollen ersten Stunde werden pro Stunde jeweils ein Euro fällig, also maximal acht Euro pro Tag.

mm

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