Freie Schifffahrt für Schüler- und Kita-Gruppen

Freikarten für Einzelne

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Für Grundschul- und Kindergartengruppen gilt nach wie vor der ermäßigte Preis bei der Forggenseeschifffahrt. Für Familien, die sich das trotzdem nicht leisten können, wird die Schifffahrt nun ein Freikartenkontigent zur Verfügung stellten.

Füssen – Auf einen Kompromiss haben sich der Stadtrat und die Städtische Forggenseeschifffahrt jetzt bei der Beförderung von Füssener Kindergartengruppen und Grundschulklasse geeinigt.

Ursula Lax (CSU) hatte beantragt, dass diese künftig kostenlos über den Forggensee schippern dürfen. Doch das sah Helmut Schauer, Chef der Forggenseeschifffahrt (FSF), kritisch. 

Aus organisatorischen Gründen könne er der Änderung nicht zustimmen, erklärte Schauer. Denn bisher vereinbaren die Schulklassen mit dem Betriebsleiter einen Termin für ihren Ausflug. Sollten jetzt aber generell Kindergartengruppen oder Schulklassen pauschal freien Eintritt erhalten, müsse mit einem unkontrollierten Ansturm, insbesondere im Hochbetriebsmonat Juli, gerechnet werden, so Schauer. 

Daneben müsse man beachten, dass die Schiffe bei schlechtem Wetter nicht voll besetzt werden könne. Die Folge: Ein „gut funktionierendes Steuerungsmodel“ könnte zusammenbrechen. Außerdem gebe es eine solche Regel bei anderen Schifffahrten, wie am Ammer- oder Chiemsee, gar nicht, erklärte der FSF-Chef. 

Daneben erhalten Schulklassen, die ohnehin nur die kleine Rundfahrt buchen, jetzt schon ermäßigte Preise. So zahlen Kindergartenkinder bis zur Einschulung 1,50 Euro und Schüler bis 14 Jahren 2,50 Euro. Aber: „Es gibt leider Familien, die sich 2,50 Euro nicht leisten können“, wandte Schauer ein. 

Deshalb schlug er als Kompromiss vor, dass die Schifffahrt ein bestimmtes Kontigent an Freikarten den Schulen zur Verfügung stellt. Diesbezüglich würde er sich mit den Rektoren der Schule zusammensetzen. Mit diesem Kompromiss „wäre uns sehr geholfen. Sonst könnte es da unten planerisch sehr schwierig werden“, sagte Schauer. Damit erklärte sich Lax einverstanden. „Das sollte ausreichend sein. Wenn wir das heuer so machen, bin ich einverstanden. Wenn es nicht funktioniert, können wir nächstes Jahr anders machen.“ 

Allerdings sollte die Stadt das jetzt auf den Weg bringen, da bald die Kita- und Schulausflüge anfangen. „Heuer würden wir die Zahlen erfassen und im Herbst noch einmal reinbringen“, erklärte Bürgermeister Paul Iacob (SPD). Wie dann aber entschieden werde, welche Schüler die Freikarten erhalten, wollte Michael Schmück (CSU) wissen. „Für Kinder ist es was ganz Arges“, wenn sie sich einen solchen Ausflug nicht leisten können. „Die Lehrer wissen, wer die Problemkinder sind“, meinte Iacob. 

„Sie können ihnen ohne großes Aufsehen die Tickets zukommen lassen.“ Das könne man so arrangieren, dass das kein anderer mitkriege. Damit überzeugte er wohl seine Stadtratskollegen. Sie sprachen sich einstimmig dafür aus, dass die bisherigen Vergünstigungen nicht verändert werden. Stattdessen soll die Stadtverwaltung Kontakt mit den Schulen und Kindergärten bezüglich des Freikontigents aufnehmen.

Katharina Knoll

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