Appell an Bürger

Stadtwerke Füssen wollen für sicheren Betrieb sorgen – Keine Angst ums Trinkwasser

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Symbolbild/Das Bundesumweltamt schätzt die Verbreitung des Corona-Virus über das Trinkwasser derzeit als höchst unwahrscheinlich ein. Um das Trinkwasser, die Kanalisation und ihre Mitarbeiter zu schützen, wenden sich die Füssener Stadtwerke jetzt an alle Bürger.

Füssen – Nach aktuellem Kenntnisstand der Wissenschaft wird das Corona-Virus nicht über die Trinkwasserversorgung verbreitet. Trotzdem nehmen die Stadtwerke Füssen die Risiken durch das Virus sehr ernst.

Deshalb haben sie einen zusätzlichen Krisenstab eingerichtet, um für den sichere Betrieb der Infrastruktur zu sorgen und gleichzeitig die Infektionsrisiken für die Mitarbeiter der Stadtwerke und der Bevölkerung einzudämmen. Das gibt Werkleiter Helmut Schauer jetzt bekannt.

Das Bundesumweltamt schätzt eine Verbreitung des Virus über das Trinkwasser als höchst unwahrscheinlich ein. Für ihre Trinkwassergewinnung fördert die Stadt Füssen Grundwasser über ihre Wasserschutzgebiete. Das Wasser durchläuft dabei eine längere Bodenpassage und sei im Untergrund gut gegen alle mikrobiellen Verunreinigungen, einschließlich Viren, geschützt, so die Stadtwerke.

Da im Zuge der Bekämpfung des Corona-Virus Betriebe, Gebäude oder Wohnungen derzeit nicht genutzt werden können, müsse sichergestellt werden, dass das Trinkwasser dort auch weiterhin geschützt ist. Sollte nur vorübergehend niemand anwesend sein, muss das Trinkwasser alle sieben Tage vollständig ausgetauscht werden, informiert der städtische Eigenbetrieb. Stehen die Gebäude länger als vier Monate leer, muss die Trinkwasserinstallation vorübergehend stillgelegt werden. In diesen Fällen sollen Betroffene Kontakt mit den Stadtwerken Füssen aufnehmen, da sie den Hausanschluss absperren müssen. Das gilt demnach auch für Gastronomiebetriebe, die länger leer stehen. Nähere Informationen dazu gibt es auch bei den Installationsunternehmen vor Ort.

Feuchttücher im Abfalleimer entsorgen

Ein weiteres Problem seien zudem Feuchttücher, die in der Toilette entsorgt werden, so die Stadtwerke. Da es wegen Hamsterkäufen in den Supermärkten oft zu Engpässen beim Toilettenpapier kam, griffen einige in der Not auf Feucht-, Kosmetik- oder Küchentücher zurück. Doch diese verstopfen die Kanalisation, warnen die Stadtwerke. Lange, verfilzte und zähe Stränge belasten die Pumpen und bringen sie letztendlich zum Stillstand. Diese Tücher sollten deshalb im Abfalleimer und nicht über das Abwassernetz entsorgt werden. „Bitte beachten Sie diese Hinweise, damit die Abwasserentsorgung zuverlässig, umweltschonend und ohne zusätzliche Kosten funktioniert“, appelliert Schauer. Mehr dazu erfahren Interessierte auch online unter www.stadtwerke-fuessen.de.

Sicherheitsabstand einhalten

Die Stadtwerke rufen daneben alle Füssener auf, ihnen bei der Vermeidung von Ansteckungen zu helfen. Rücken ihre Mitarbeiter aus, um Störungen zu beseitigen, am Versorgungsnetz oder Hausanschluss zu arbeiten, sollen die Bürger dringend den notwendigen Sicherheitsabstand einhalten. Wer in den kommenden Wochen Probleme am Haus- oder Grundstücksanschluss feststellt, soll die Stadtwerke umgehend unter der Telefonnummer 08362/30 02 90 oder per E-Mail an info@stadtwerke-fuessen.de informieren.

Die Stadtwerke Füssen bitten um Verständnis, dass ihre Mitarbeiter bei Arbeiten im Gebäude wissen müssen, ob bei den Betroffenen eine häusliche Quarantäne angeordnet oder ob sie positiv auf den Corona-Virus getestet wurden. Die Mitarbeiter der Stadtwerke Füssen werden auch in diesem Fall die Beeinträchtigung beheben. Dann sind allerdings zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen nötig.

Aufgrund der aktuellen Krise haben die Stadtwerke Füssen nach eigenen Angaben bereits selbst viele Maßnahmen ergriffen. So ist ihr Betriebsgelände derzeit gesperrt, so dass der städtische Eigenbetrieb derzeit nur telefonisch und digital erreichbar ist. Um soziale Kontakte zu minimieren, führte er zudem Home-Office ein und traf Schritte zum Schutz von Schlüsselfunktionen. „In diesen schweren Zeiten, die unsere Mitarbeiter*innen besonders fordern, benötigen wir Ihre Mithilfe und Unterstützung. Die Stadtwerke Füssen wollen Sie umfassend sachlich und ,aus erster Hand‘ informieren“, meint der Werkleiter abschließend.

kb

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