Historische Zahlen

Füssener Parkplätze schließen Geschäftsjahr erstmals mit Gewinn ab

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Der Morisse-Parkplatz hat im vergangenen Jahr rund 83.000 Euro mehr eingenommen als veranschlagt. Auch heuer hoffen die Verantwortlichen auf ihn.

Füssen – Die Parkplätze der Stadtwerke haben erstmals seit deren Gründung 1998 einen Gewinn erwirtschaftet. „Die Stadtwerke gibt es seit 20 Jahren und heuer, 2018, haben wir zum ersten Mal einen Gewinn“, berichtete Stadtwerkeleiter Helmut Schauer vergangene Woche im Werkausschuss und vermeldete einen Überschuss in Höhe von 26.400 Euro für die Parkplätze Morisse, Sparkassen-Tiefgarage und der Achmühle.

Auch für das laufende Geschäftsjahr „schaut es im Wesentlichen okay aus“, sagte Schauer. Dabei spielt der Morisse-Parkplatz die Hauptrolle. Er entpuppte sich als wichtige Einnahmequelle. Allerdings sind die hohen Verluste der vergangenen Jahre noch lange nicht abbezahlt und somit dienen jegliche Einnahmen der Kostendeckung und Rückzahlungen von Krediten. 

Mit insgesamt fast 547.000 Euro sind die Erlöse um 78.500 Euro höher ausgefallen als im Wirtschaftsplan prognostiziert. „Das ist ein kleiner Erfolg“, sagte der Stadtwerke-Leiter. Im Einzelnen machte die Sparkassen-Tiefgarage einen Umsatz von 151.920 Euro, die Morisse 283.100 Euro und der Parkplatz an der Achmühle fast 76.000 Euro. Dazu kommen 36.000 Euro aus dem Stellplatznutzungsvertrag mit dem Festspielhaus.

„Die Morisse ist ein Turbo“, sagte Schauer und verwies auf überplanmäßige Einnahmen von 83.000 Euro. Alleine die Busfrequentierung sei entscheidend für zukünftige Hochrechnungen. So zählten die Mitarbeiter dort über 7000 Busse im vergangenen Jahr. Wenn das Verkehrskonzept, das vorsieht die Reisebusse möglichst aus der Innenstadt herauszuhalten, zu einer erfolgreichen Umsetzung komme (der Kreisbote berichtete), könne mit einer noch höheren Anzahl parkender Busse an der Morisse gerechnet werden.

Deckwerth mahnt

Ilona Deckwerth (SPD) bemerkte, dass die Morisse als wichtige Einnahmequelle erhalten werden müsse. Sie mahnte zur Vorsicht: „Etwas Unerwartetes kann immer kommen“. Abgesehen davon müsse man Lösungen finden. „Wir müssen mal runter kommen von diesem Schuldenberg.“ Bürgermeister Paul Iacob (SPD) verwies in diesem Zusammenhang nochmals auf die geplante Erhöhung der Parkgebühren (der Kreisbote berichtete), die der Stadtrat am gestrigen Dienstagabend nach Redaktionsschluss dieser Ausgabe beschließen sollte. Dass es im vergangenen Jahr bereits einen Gewinn bei den Parkplätzen gab, so sagte der Rathauschef, „das macht Hoffnung“.

Voll im Soll liegt auch die Sparkassen-Tiefgarage, wo fast 2000 Euro mehr eingenommen wurde als veranschlagt. Dennoch bleibt sie „das Sorgenkind“, so der Stadtwerke-Leiter. Die Sanierung sei noch immer nicht abgeschlossen und es werde 2020 erneut investiert werden müssen. 

Aufgrund der starken Befahrung des ersten Untergeschosses und weil bei der Sanierung 2008 bewusst ein Bodenbelag verwendet wurde, der nicht dauerhaft hält, entstanden mittlerweile Schäden die nicht mehr sanierungsfähig seien. Das bedeutet, dass der gesamte Belag der Ebene U1 grundlegend erneuert werden müsse. Laut Schauer müsse zeitnah renoviert werden, da die bestehenden Schäden sonst massive Folgeschäden nach sich ziehen würden. 

Der Parkplatz an der Achmühle konnte den geplanten Umsatz hingegen nur knapp erzielen. Mit nicht ganz 76.000 Euro liegt der Gewinn um 4000 Euro unter dem Planansatz. Die Erlöse der Achmühle setzen sich zum einen aus den Parkgebühren, zum anderen aus dem Vertrag mit dem Festspielhaus zusammen. 

Für das laufende Jahr fehlen jedoch noch Zahlungen für die Monate Juni, Juli und August. Schauer sagte, dass ein Termin zur Besprechung bereits bestehe und ein Beschluss kommuniziert werde. Der Pachtvertrag soll weitergeführt werden. Über die Details werde dann gesprochen. Die Einnahmen dürften dieses Jahr etwas höher sein, nachdem die Parkgebühren im Frühjahr von drei Euro auf fünf Euro (Tagesgebühr) angehoben wurden. Die Mitglieder des Werkausschusses billigten das Zahlenwerk einstimmig.

sh

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