Startschuss für Wandertrilogie

Auf solche Blicke wie diesen vom Lechufer auf das Hohe Schloss will FTM zukünftig durch einen Stadtrundgang im Zuge der Wandertrilogie aufmerksam machen. Foto: Schuster

Jetzt wo es in die Umsetzung der Wandertrilogie gehe, sollte Füssen ein klares Signal geben, „wir sind auch mit dabei“, das hat Tourismusdirektor Stefan Fredl- meier am Dienstag in der Sitzung des Bau-, Umwelt- und Verkehrsausschusses gefordert. Zu dem allgäuweiten Wanderwegenetz soll auch ein Stadtrundgang durch Füssen gehören, den der Tourimusdirektor vorstellte. Einvernehmlich begrüßte das Gremium das Vorhaben und erklärte sich mit den dafür notwendigen Installationen einverstanden. Auch gaben sie grünes Licht für die Stadtverwaltung und Füssen Tourismus und Marketing (FTM) sich zu überlegen, wie der Pavillon am Kaiser-Maximilian-Platz „etwas aufgehübscht werden kann“. Hier soll nämlich der Startpunkt für den Rundgang entstehen.

„Die Stadt ist gesegnet mit touristischen Highlights“, deshalb denke man, dass man die Touristen nicht mehr darauf aufmerksam machen müsste, erklärte Fredlmeier. Aber viele „bedeutungsschwangere“ Punkte, wie beispielsweise das Ende der romatischen Straße, nehmen die Touristen nicht wahr, wenn sie nicht darauf hingewiesen werden. In der Wandertrilogie versuche man hingegen das Natur- und Kulturerlebnis miteinander zu verbinden. Deshalb sucht man Wege aus, die „in bedingten Maße die Geschichte des Allgäus erzählen“. So bekomme der Gast das Gefühl, das Erlebnis sei „verortet“ und könne sich später besser daran erinnern, erklärte Fredlmeier. Da dieses „Leuchtturmprojekt“ die Region zusammenbringen soll, dürfe Füssen dabei nicht fehlen. Deshalb habe FTM in Füssen einen Stadtrundgang geplant, bei dem acht Plätze und deren Geschichten beleuchtet werden sollen. Der soll die Touristen vom Startplatz an der Tourist Information über die Brunnengasse zum Franziskanerkloster und der romantischen Straße führen. Dann geht es weiter zum Lechufer an die Theresienbrücke, von dort zum Kalvarienberg und der „Frau am Berg”-Kirche. Am Baumgarten endet der Rundgang dann. Dabei sei der Startplatz mit einer Informationstafel der wichtigste Platz. Als „wiedererkennbares“ Symbol soll hier auch eine Stele, die einem Tiroler „Steinmännle“ nachempfunden ist, aufgestellt werden. Dabei bat der Tourismuschef, den Infopavillon optisch zu verbessern. Zum Trilogieplatz, den drei Informationsnadeln kennzeichnen werden, sollen ein Platz am Lechufer unterhalb des Franziskanerklosters und die Plattform am Kalvarienberg werden. Ein romantischer Ruhepunkt passend zur Themeninsel Schlossgarten soll für die Gäste eine halbrunde Baumgruppe im Baumgarten werden. Außerdem sollen zu Schaupunkten, so der Tourismusdirektor, der Ausblick auf das Hohe Schloss vom Franziskanerkloster und von der Theresienbrücke aus werden. Allerdings müsste man am Platz bei der Theresienbrücke optisch „was tun“. Abschließend sollen die Stelen als Tor den Kalvarienberg und den Pavillon im Baumgarten markieren. Auch die Sitzgelegenheiten, so der Tourismuschef, werden passend zum Thema Romantik gestaltet. Insgesamt beträgt die Investition für den Stadtrundgang 50.000 bis 55.000 Euro, die FTM in Zusammenarbeit mit der Allgäu GmbH finanziert. Die Kosten der Bauleistungen übernimmt die Stadt Füssen. Das Gremium zeigte sich nach Fredlmeiers Ausführung begeistert. Allerdings wies Illona Deckwerth (SPD) darauf hin, dass sich FTM mit der Behindertenbeauftragten des Landratsamt Ostallgäu, Waltraud Joa, zusammensetzen sollte, um zu gewährleisten, dass auch Menschen mit Handicap die Plätze und Informationen nutzen können. Dazu erklärte sich Fredlmeier einverstanden. Abgewiesen hat der Tourismuschef hingegen Dr. Anna Derdays (FW) Vorschlag, auch Bad Faulenbach mit in den Rundweg einzuschließen. Denn den Weg sollten Gäste maximal in einer Stunde ablaufen können und mit Bad Faulenbach wäre er zu lang. Letztendlich sprach sich der Bauausschuss einvernehmlich für das Projekt aus.

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