Überraschung bei der Wahl der Bürgermeister-Stellvertreter

Christian Schneider wird Zweiter Bürgermeister von Füssen

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Bürgermeister Maximilian Eichstetter vereidigt seine Stellvertreter Christian Schneider (links) und Wolfgang Bader.

Füssen – Trotz aller Appelle von Bürgermeister Maximilian Eichstetter (CSU) an ein gemeinsames Miteinander deuteten sich schon bei der Wahl des Zweiten und Dritten Bürgermeisters erste Disonnanzen an: Bei der Wahl zu Eichstetters erstem Stellvertreter setzte sich überraschend Christian Schneider von Füssen-Land durch. 

Das Amt des Dritten Bürgermeisters wird in dieser Amtsperiode Wolfgang Bader (Grüne) bekleiden. 

Eigentlich ist es Tradition, dass ein Kandidat der zweitstärksten Fraktion im Rat zum Zweiten Bürgermeister gewählt wird. Das sind in der neuen Amtsperiode die Füssener Freien Wähler. Doch am Dienstagabend im „Haus Hopfensee“ sollte es anders kommen. 

Zwar schlug Peter Hartung, neuer Fraktionsvorsitzender der CSU, tatsächlich FW-Bürgermeisterkandidatin Christine Fröhlich vor – aber auch Christian Schneider von Füssen-Land, die mit vier einen Sitz weniger im Stadtparlament als die FW haben. 

Bei der anschließenden geheimen Wahl setzte sich Schneider dann tatsächlich deutlich mit 15:10 Stimmen gegen Fröhlich durch. 

Bei den FW sorgte das für Irritationen. Vor allem Dr. Anni Derday zeigte sich überrascht über die Nominierung Fröhlichs. Im Vorfeld habe es keinerlei Signale der CSU hinsichtlich einer Nominierung Fröhlichs gegeben, erklärte sie noch vor der Abstimmung. „Was wir davon zu halten haben, wissen wir nicht“, sagte sie zu Hartungs Vorschlag. 

Aus Sicht der FW sei Fröhlich aber bestens geeignet für das Amt der Zweiten Bürgermeisterin. Immerhin habe sie bei der Stichwahl rund 40 Prozent der abgegeben Stimmen auf sich vereinen können. „Das ist ein Wählerauftrag, der sich auch in einer herausgehoben Position widerspiegeln sollte“, warb Derday für Fröhlich. „Sie ist persönlich bestens geeignet und bereit für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit!“ 

Die neue Amtsperiode werde eine der wohl schwersten überhaupt in der jüngeren Geschichte der Stadt. Diese Herausforderung könne nur mit Respekt und gegenseitigem Vertrauen gemeistert werden, so die langjährige Fraktionsvorsitzende der Freien Wähler weiter. 

Nichts desto trotz verhallte Derdays Appell: Von den 25 in geheimer Wahl abgegebenen Stimmen entfielen 15 auf Christian Schneider und zehn auf Christine Fröhlich. 19 Stimmen erhielt dagegen bei der Wahl des Dritten Bürgermeisters Wolfgang Bader von den Grünen, der noch in der vergangenen Amtsperiode für die SPD im Rat saß. Für Fröhlich – die gar nicht zur Wahl stand – stimmten kurioserweise zwei Ratsmitglieder. Vier der abgegeben Stimmen waren ungültig. 

Einen Antrag von SPD-Stadträtin Ilona Deckwerth, zwei weitere Stellvertreter von Eichstetter zu installieren („Der Umfang der Arbeit ist so groß.“), lehnte das Gremium mit 14:11 ab. Vorgeschlagen hatte die Sozialdemokratin sich selbst und Christine Fröhlich.

mm

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