Straßenbauamt und Polizei lehnen Änderung der Ampelschaltzeiten an der Sebastianstraße ab

Ampeln in Füssen: Alles bleibt beim Alten

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Werden die Grünphasen an der Sebastianstraße für Autofahrer oder Fußgänger verändert, verschlechtert sich der Verkehrsfluss. Zu diesem Ergebnis ist jetzt eine Unfallkommission aus Vertretern des Staatlichen Bauamts Kempten, der Polizei und der Stadt Füssen gekommen.

Füssen – An den Grünphasen der Ampeln an der Sebastianstraße wird sich nichts ändern. Sollten die Schaltzeiten der Ampeln für Autofahrer und Fußgänger verändert werden, würde das im gesamten Verkehrsablauf zu einer Verschlechterung führen.

Zu diesem Ergebnis kam eine Unfallkommission aus Vertretern der Polizei, des Staatlichen Bauamts Kempten und der Stadt Füssen, wie Manfred Schweinberg von der städtischen Verkehrsbehörde im jüngsten Verkehrsausschuss bekannt gab. Wer im Sommer von Füssen nach Schwangau fährt, steht in der Regel im Stau. Um den Verkehrsfluss auf der Sebastianstraße zu verbessern, haben die Füssener Stadträte immer wieder verschiedene Ideen bei der Stadt eingereicht. 

So schlugen die Freien Wähler Füssen vor, eine der drei Ampeln abzubauen, um die Aufstellflächen vor den anderen zu vergrößern. Daneben könnte die Theresienstraße zur Einbahnstraße werden und so die Fahrzeuge direkt zur Augsburgerstraße leiten (der Kreisbote berichtete mehrfach). Doch diese Lösung hat jetzt die Füssener Stadtverwaltung untersucht und verworfen, informierte Schweinberg. 

Die kurzen Aufstellflächen vor den Ampeln habe sich durch die neue Ampel an der Theresienstraße ergeben. Die hatte der Investor des Theresienhofs gefordert und auch bezahlt, um eine entsprechende Kundenakzeptanz für das Einkaufzentrum zu ermöglichen.

 Laut eines Gutachtens verbessere sie sogar geringfügig den Verkehrsfluss, was jedoch das Staatliche Straßenbauamt bezweifelt, erklärte Schweinberg. Als weitere Maßnahmen hatten die Stadträte auch vorgeschlagen, die Schaltzeiten der Ampeln zu verändern. 

Platz ist zu gering

Doch das verwarf die Unfallkommission. Leuchtet Grün auf, haben Autofahrer fünf bis zwölf Sekunden Zeit, um von der Sebastianstraße auf die B16 zu fahren, erklärte Schweinberg. Dieses Zeitfenster reicht für maximal fünf Fahrzeuge. Mehr können sich dort auch gar nicht aufstellen. „Würde man die Grünphase noch weiter erhöhen, könnten sich nicht alle Fahrzeuge in Richtung Schwangau aufstellen und es käme zu einem Rückstau mit Behinderungen für die Hauptverkehrsstrecke auf der B16“, sagte Schweinberg. 

Fokus auf Fußgänger

Eine Absage erhielt auch Dr. Martin Metzger. Er hatte immer wieder moniert, dass die Ampel am Pulverturm für Fußgänger nicht automatisch auf „grün“ schalte, wenn die Fahrzeuge halten. Die Fußgänger müssten erst auf den Schalter drücken, was viele jedoch nicht wüssten. Ein entsprechendes Schild soll sie seit kurzem dazu auffordern. Doch das sei zu klein, kritisierte Gerlinde Wollnitza (FWF). „Sie sehen das nicht, weil man das normalerweise nicht tun muss.

Es erschließt sich mir nicht, warum die Ampel nicht automatisch grün wird, wenn die Autos aus Richtung Weidach und dem Krankenhaus kommen.“ Das würde sich ebenfalls negativ auf den Verkehrsfluss der B 16 auswirken, informierte Schweinberg. Dadurch kämen bedeutend weniger Autos durch die Stadt. „Dann stauen sich drei Autos mehr, was solls?“ meinte Wollnitza. „Ich finde das nicht gut so.“ „Wir mussten uns eines Besseren belehren lassen“, meinte jedoch Niko Schulte zu der gesamten Situation, der als Zweiter Bürgermeister Rathauschef Paul Iacob (SPD) vertrat. „Es geht nicht“, lautete Schultes Fazit.

kk

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