Schilder sollen auf abbiegende Radler aufmerksam machen

Gefährliche Stelle im Füssener Westen

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Weil Fahrradfahrer auf ihrer rot eingefärbten Spur schräg die Hiebelerstraße queren, kommt es immer wieder zu gefährlichen Situationen mit Autofahrern.

Füssen – Wer mit dem Fahrrad auf der Hiebelerstraße unterwegs ist und am C&C-Markt auf den Fahrradweg in Richtung Kreisverkehr am Autohaus Heuberger abbiegen will, für den kann es gefährlich werden.

Denn „der Radfahrer denkt, dass er Vorfahrt hat, weil es farblich markiert ist“, sagte Heinz Hipp (CSU) in der Sitzung des jüngsten Verkehrsausschusses. Deshalb beantragte er, Schilder mit dem Hinweis „Radfahrer kreuzen“ anzubringen. 

In dem Zug entschieden die Räte dann auch gleich die Verkehrsregeln für die Steinbrecherstraße festzulegen, die im Sommer fertiggestellt werden soll. „Die Beschilderung ist klar, die bringen wir an beiden Seiten an“, erklärte Manfred Schweinberg von der städtischen Verkehrsbehörde. „Die Roteinfärbung war vielleicht nicht so glücklich.“

Wenn jedoch die Steinbrecherstraße fertig ist, wird diese Gefahrenstelle an der Kurve ohnehin aufgehoben werden, hieß es von Seiten der Stadtverwaltung. „Bisher quert der Fahrradfahrer schräg. Die Autos aus der anderen Richtung sehen ihn nicht. Mit der neuen Straße fährt er aber weiter vor“, erklärte Bürgermeister Paul Iacob (SPD). Die Stadtverwaltung könnte sich vorstellen, die Steinbrecherstraße mit ihrem Geh- und Radweg als Vorfahrtstraße an die Hiebelerstraße anzubinden. Damit hätten Fahrzeuge und Radler, die vom Kreisverkehr am Autohaus Heuberger über die Hiebelerstraße und weiter über die Steinbrecherstraße fahren, Vorrang. Der Verkehr, der über die Hiebelerstraße nach Westen fährt, müsste sich dann an der Einmündung Steinbrecherstraße unterordnen.

Die Frage sei jetzt, ob der Ausschuss gleich die künftige Verkehrsregel für die Steinbrecherstraße festlegen soll, die derzeit gebaut wird, oder ob man wartet bis die stark beschädigte Schäfflerstraße saniert wurde und die Kalkbrennerstraße fertig ist, fügte Bürgermeister Iacob hinzu. Da der meiste Verkehr über die Froschenseestraße gehe, sei es nicht zielführend die Steinbrecherstraße zu einer durchgängigen Vorfahrtstraße zu machen, solange die Schäfflerstraße nicht saniert wurde, meinte Andreas Eggensberger (CSU). 

Die Frage sei nur, ob die Verkehrsteilnehmer dann erkennen, dass nach Abschluss der Bauarbeiten die Verkehrsregelung geändert wurde, warf Iacob ein. „Oder schaffen wir einen Gefahrenpunkt?“ „Der Mensch ist ein Gewohnheitstier“, meinte Georg Waldmann (SPD). Deshalb appellierte er, die Verkehrsregelung jetzt gleich dauerhaft zu beschließen. Das sah auch Christine Fröhlich (FWF) so. „Wenn die Steinbrecherstraße fertig ist, wird der Verkehr dahinten herumfahren – auch über die schlechte Straße.“ So beschloss der Ausschuss einstimmig die besprochenen Schilder aufzustellen und die Steinbrecherstraße zur Vorfahrtstraße zu erklären.

kk

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