Großes Interesse am neuen Hotel

AMERON Hotel Schwangau: Zahlreiche Bewerber kommen zum Recruitingday

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Katja Fauth (links) im Gespräch mit einer Interessentin. Um die 50 verschiedene Positionen müssen im neuen Hotel besetzt werden, von der Technik bis in die Küche und den Service.

Schwangau – Als sich am Mittwoch um elf Uhr die Pforten am alten Hotel Alpenrose in Hohenschwangau öffneten, wartete bereits ein gutes Dutzend Bewerber darauf, eingelassen zu werden.

Und während des ersten der beiden Recruitingdays nahm das Interesse für den neuen Arbeitgeber in Hohenschwangau nicht ab, wie der Hotelchef berichtet. Um die 100 Stellen müssen Michael Lutz, Deutschlanddirektor bei AMERON Hotels und seine Mitarbeiter besetzen, schon jetzt gibt es Kandidaten, die so gut wie eingestellt sind. Noch dauern die Bauarbeiten am „AMERON Hotel Hohenschwangau“, dem neuen Vier-Sterne-Hotel zu Füßen der Königsschlösser, an. 

Mit 137 Zimmern wird das sogenannte Resorthotel viel Platz für Familien, Geschäftsreisende und Touristen aus aller Welt haben, wenn die Althoff-Gruppe den Neubau Anfang kommenden Jahres vom Wittelsbacher Ausgleichsfonds übernehmen und wohl noch in der Wintersaison eröffnen wird. Und auch wenn viele Bereiche des künftigen Hotels noch gar nicht in ihrer Funktion zu erkennen sind, so ist das Interesse groß, dort später einmal in der Küche oder dem Service zu arbeiten, als Yogalehrer, Masseur oder Kosmetikerin für die Gäste da zu sein oder Garten- und Grünanlagen zu pflegen und die Haustechnik instand zu halten. 

Gut vier Dutzend verschiedene Berufsbilder müssen besetzt werden, vom Spüler über das Housekeeping, den Empfang bis hin zu den Veranstaltungen und vor allem die Küche im Hotel und den Restaurants Lisl, Bräustüberl, in der Alpenrose und der Ludwig-Hotelbar. Das Thema Kulinarik soll, so will es Michael Lutz, im Resorthotel eine hervorgehobene Rolle spielen: „Wir bieten für jeden etwas, moderne bayerische Alpenküche in der Alpenrose ebenso wie die Hax’n im Bräustüberl“. Das gehört künftig auch zum Hotel. 

Dabei wird sich das Angebot aber nicht nur an die internationalen Gäste richten, sondern auch an den Schwangauer oder Füssener, der zum Stammtisch kommt. Auch den Starkbieranstich will der AMERON-Chef weiterführen.

Personal ausbilden

„Wir haben den perfekten Sous-Chef“, erzählt Lutz der Personalchefin Katja Fauth. Als Direktorin Human Resources and Quality ist sie extra aus Köln angereist, um die Gespräche mit den Bewerbern zu führen. 

Die geben sich die Klinke in die Hand, um in dem neuen Sternehotel arbeiten zu können. Als sie hört, wo der Koch gelernt hat, erwacht ihr Interesse. Wer sich bei den Recruitingdays informiert, hat bereits eine abgeschlossene Ausbildung hinter sich und Erfahrungen gesammelt, vor allem das Hotel- und Gastronomiepersonal. Auch ausgebildet werden soll im neuen Hotel. Ab Anfang Februar sollen künftige Hotel- und Restaurantfachleute und Köche hier ihr Handwerk erlernen. Entsprechend ist der zweite Tag im Hotel Alpenrose angelegt. 

Viele haben bereits ein Bewerbungsgespräch mit Fauth und ihrer Kollegin Marie-Louis Wolke vereinbart, nicht erst, nachdem sie den Imagefilm gesehen haben, in dem Michael Lutz die Möglichkeiten innerhalb der AMERON-Gruppe aufzeigt. Denn noch heuer werden zwei Häuser in Frankfurt und erstmals eines in der Volksrepublik China sowie im kommenden Jahr in München in der alten Dampflokrichthalle eröffnen und die Hotel Collection ergänzen. Und wenn am 1. Juli der neue Hoteldirektor kommt, will Michael Lutz schon ein Team vorstellen können, mit dem man das neue Hotel dann Anfang kommenden Jahres eröffnen kann. 

Erlebnisse schaffen

Wahrscheinlich wird der eine oder andere bereits lange vor der Eröffnung im Hause arbeiten. Auch das Marketing- und Vertriebsteam wird wohl schon heuer mit seiner Arbeit beginnen und die Pakete schnüren, die man den künftigen Gästen anbieten will: vom Einnächter bis zum Erholungssuchenden, der vielleicht eine ganze Woche bucht; Kongress- und Großveranstaltungen; Angebote für Aktive, die zum Wandern, Biken oder Stand Up Paddling kommen oder den Genusstouristen, der die Schlösser besucht und gut essen möchte. 

Auf das alles ist das Hotel mit seinen verschiedenen Zimmer-Kategorien – es gibt auch Familienzimmer und den Kids Club –, den zwei Ballsälen, Konferenzbereichen und dem großzügig angelegten Wellness- und SPA-Areal eingerichtet. „Wir wollen mit unseren Arrangements Erlebnisse schaffen“, skizziert Michael Lutz seine Vorstellungen. 

Dazu gehören auch Kräuterwanderungen oder auf den Spuren der Bayernkönige zu wandeln. Und gerade für Kinder sei das Hotel ideal, gibt es doch so gut wie keinen Straßenverkehr in Hohenschwangau. Daher gibt es auch spezielle Familienangebote. Nicht zuletzt deshalb sind die Erwartungen sehr hoch. Schließlich biete man den Bewerbern Personalwohnungen sowie Trainings- und Weiterbildungsmöglichkeiten auf internationalem Niveau. 

Man habe hohe Ansprüche an die Qualität und eine effektive Arbeitsweise, macht man den Bewerbern auf den ausliegenden Flyern klar, die über die verschiedenen Stellenangebote informieren. Teamgeist wird gefordert, ebenso wie Kommunikationsfähigkeit, aber auch Enthusiasmus für die Arbeit und entsprechendes Engagement und Elan. Aber davon lassen sich die Bewerber nicht verschrecken, weshalb es bei der einen oder anderen Personalie schon jetzt von Katja Fauth heißt: „Sofort einstellen“.

gau

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