"Unwürdiges Trauerspiel"

BUND kritisiert Fütterung der Schwäne am Alpsee

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Einer der beiden Jungvögel, die derzeit durch Hohenschwangau streifen.

Schwangau – Hans Hack, Zweiter Vorsitzender der BUND-Kreisgruppe Ostallgäu, schlägt Alarm.

Weil junge Schwäne seit Wochen nach Futter bettelnd durch Hohenschwangau ziehen, fordert er von den Verantwortlichen die Einrichtung eine Art „Pufferzone“ rund um den Alpsee. 

Die Situation ist aus Sicht des BUND Ostallgäu und dessen stellvertretenden Vorsitzendenden Hack verfahren. Er selbst spricht von einem „unwürdigen Trauerspiel“. Der Grund für seinen Zorn: Weil die zahllosen Touristen im Sommer die Schwäne im Alpsee reichlich mit dem falschen Futter füttern würden, hätten zwei Jungvögel nie gelernt, für sich selbst zu sorgen. 

Im Winter versiege diese unnatürliche Futterquelle dann mit dem Wegbleiben der Touristen. Jetzt müssten die Jungtiere um Futter bettelnd in Hohenschwangau umherirren. „Die Muttertiere sind längst schon in ihr Winterquartier geflogen und mussten die inzwischen domestizierten Jungtiere zurück lassen“, berichtet er. 

Warum die beiden Jungvögel nicht weg geflogen sind, weiß er nicht. „Sie sind die Opfer des Tourismus der beiden Königschlösser“, ist er sich aber sicher. „Es ist nur zu hoffen, dass die Verantwortlichen nächstes Jahr endlich geeignete Maßnahmen ergreifen und damit erfolgreich verhindern, dass sich dieses unwürdige Trauerspiel in Hohenschwangau nicht mehr wiederholt.“ 

Daher schlägt er vor, eine Art Pufferzone um den bei Touristen beliebten See einzurichten. „Es muss eine Lösung gefunden werden, bei der der stolze Schwan mit seiner Familie am Alpsee zu sehen ist und die Besucher keinen Kontakt mit den Tieren haben kann und auch keine Möglichkeit zum Füttern der Schwäne besteht.“ Außerdem müsse festgestellt werden, ob das natürliche Futterangebot für eine Schwanenfamilie am Alpsee ausreichend sei.

kb

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