Für den guten Zweck

Stopp in Füssen – Mann aus Westfalen strampelt für Spenden

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Noch mit trockenem Trikot in Füssen angekommen ist Radler Oliver Trelenberg (2. v. r.), hier begrüßt von Bürgermeister Max Eichstetter (rechts) und den Vertretern von Feuerwehr und Polizei.

Füssen – Durchs Land radeln, mit Leuten ins Gespräch kommen und dabei auch ernste Themen ansprechen: Oliver Trelenberg fühlt sich gut dabei und löst fast schon ganz nebenbei bei den Mitmenschen eine große Spendenbereitschaft aus: Zugute, zum Beispiel, für an Krebs erkrankte Kinder.

Der Hagener machte Station in Füssen,, wo er eine offizielle Begrüßung erfuhr.

Die Stadt Füssen heißt Oliver Trelenberg aus Hagen herzlich willkommen. Um den westfälischen 55-jährigen Radler, der seine große Leidenschaft für Touren quer durchs Land mit sozialem Engagement verbindet, in gebührender Form bei der Fahrt stadteinwärts zu empfangen, stieg Bürgermeister Maximilian Eichstettter selbst eine kleine Weile aufs Rad. Der Rathauschef ließ Füssens Ehrengast Trelenberg – ankommend aus Immenstadt – zudem von einem besetzten Wagen der Feuerwehr und der Polizei auf den Parkplatz beim Waldfriedhof begleiten.

Selbst an Krebs erkrankt

Jede der Trelenberg-Touren seit sechs Jahren hat das Motto „Leben nach Krebs“. Unterwegs – so berichtet der Füssener Gast – komme er „mit vielen Leuten ins Gespräch“. Dabei drehe sich alles darum, wie erkrankten Menschen – er selbst habe 2013 „die Schockdiagnose Kehlkopfkrebs“ bekommen – Unterstützung zuteil werden könne. 

Insgesamt 30.000 Euro, freut sich Trelenberg, wurden auf dem Spendenkonto bei der Stadt Hagen bereits verbucht. Seine aktuelle Tour diene dazu, dem Verein „Flying Hope“ (Hoffnung durch Flüge) finanziell unter die Arme zu greifen. Das Geld – immer per Überweisung gespendet – diene ausschließlich dazu, kostenlose Flüge für schwer erkrankte Kinder zu vermitteln, „die auf normalem Weg transportunfähig sind“. Die Piloten, wie der Hagener Fahrradfreund betont, arbeiten für das Projekt ehrenamtlich.

"Fahrradfahren tut gut"

Wie Trelenberg vor der Weiterfahrt noch erzählt, habe er 2009 das Fahrradfahren für sich entdeckt. „Das tut mir gut.“ Die Touren hätten einen positiven Einfluss auf seine psychische Gesundheit, sagt der Westfale. Selbstverständlich gehe es nicht allein um das eigene Wohlbefinden. „Ich möchte Menschen Mut machen und gemeinsam mit ihnen krebs- und schwerstkranken Menschen helfen.“ Oliver Trelenbergs Einstellung gefalle ihm gut. „Das ist ganz toll: ein Zeichen der Solidarität. Sofort war ganz klar, dass wir ihn offiziell begrüßen,“ erklärte Bürgermeister Eichstetter auf Nachfrage. Informationen zur Tour und Aktion gibt es unter www.oli-radelt.de. Infos zum Projekt „Flying Hope“ gibt es unter www.flyinghope.de.

cf

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