Keine Ampel in der Schwangauer Straße

Füssen: Lkw-Fahrer müssen runter vom Gas

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Weil der Gehsteig an der Schiffwirtschaft keine 70 Zentimeter breit ist, dürfen Lkw, Busse und Autos mit Anhänger in diesem Bereich der Schwangauer Straße nur noch 30 km/h fahren.

Füssen – Eine Ampel wird es auch in Zukunft in der Schwangauer Straße nicht geben. Das gab Manfred Schweinberg vom städtischen Verkehrsamt im jüngsten Verkehrsausschuss bekannt.

Die Idee stammte von einem achtjährigen Füssener, der dafür extra eine Skizze eingereicht hatte. Denn für Fußgänger ist es schwierig, dort sicher die Straße zu überqueren. Doch die gesamte Situation spreche gegen eine Ampel: Nicht nur die nötigen Aufstellflächen für eine Ampel fehlen. Für diese müssten auch einige Parkplätze wegfallen, so Schweinberg.

 Unter anderem deswegen habe das Staatliche Straßenbauamt Kempten, das für die Bundesstraße zuständig ist, die Idee verworfen. Das Engagement des kleinen Füsseners war aber trotzdem nicht umsonst, erklärte Zweiter Bürgermeister Niko Schulte (CSU), der Bürgermeister Paul Iacob (SPD) vertrat. Da der Gehweg an der Schiffwirtschaft keine 70 Zentimeter breit sei, dürften Lkw, Busse und Autos mit Anhänger in diesem Bereich künftig nur noch 30 km/h fahren. „Das macht keinen Sinn“, warf allerdings Wolfgang Bader (SPD) ein. 

Denn dann dürften diese für rund 200 bis 300 Meter wieder beschleunigen, um danach wieder auf 30 km/h abzubremsen. Doch eine durchgängige Geschwindigkeitsbegrenzung erteilten Schweinberg und Schulte eine Absage. „Mehr war wirklich nicht drin“, sagte Schweinberg. „Das war ein Entgegenkommen des Straßenbauamts“, fügte Schulte hinzu. 

Und auch Dr. Martin Metzgers (BfF) Vorschlag 30 auf die Straße zu malen, um das Tempolimit zu verdeutlichen, sah Schulte kritisch. Schließlich handle es sich nur um eine Geschwindigkeitsbegrenzung für eine bestimmte Fahrzeuggruppe.

Zu viel Lärm

Andere Ideen zur Geschwindigkeitsreduzierung, wie Bodenwellen oder Ampeln, die erst kurz vor Erreichen von rot auf grün umspringen, fanden keine Zustimmung.

Die Idee mit den Ampeln habe das Innenministerium nach einem Pilotprojekt verworfen, erklärte Polizist Thomas Meiler. Und die Bodenwellen verursachen schon bei geringen Geschwindigkeiten Lärm, können zu Schäden am Fahrzeug führen und verursachen auch Probleme bei Rettungswägen und der Feuerwehr, informierten Andreas Eggensberger (CSU) und Bauamtsleiter Armin Angeringer.

kk

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