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Großes Interesse am Füssener THW

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Von: Chris Friedrich

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Tag der offenen Tür beim THW Füssen
Der stellvertretende Zugleiter Tim Krumm freute sich über das große Interesse an Hilfsaktionen und informierte darüber Besucher wie Erwin Hannes aus dem badischen Mosbach beim „Tag der offenen Tür“ des THW Füssen. © Chris Friedrich

Füssen - Zu einem „Tag der offenen Tür“ hat das Füssener THW am vergangenen Wochenende eingeladen - trotz des Wetters mit durchaus großem Erfolg.

Viel Interesse an leichtem und schwerem Gerät zeigten am vergangenen Wochenende die zahlreichen Besucher, die sich vom Regen nicht abhalten ließen, den „Tag der offenen Tür“ beim Technischen Hilfswerk (THW) zu besuchen. Der Kreisbote sprach anlässlich der Veranstaltung mit Tim Krumm aus dem Führungsteam des Ortsverbands, der von Christopher Pult geleitet wird.

In der jüngsten Vergangenheit ist dem Technischen Hilfswek (THW) der Nachwuchs weggebrochen. „Hier entsteht eine Lücke“, erklärte Krumm. Der stellvertretende Zugleiter im Ortsverband Füssen hat auf Anfrage aber auch gute Nachrichten. „In diesen Jahren der Pandemie sehen Erwachsene ihre Verantwortung mitzuhelfen. Wir haben Zulauf bekommen.“

Ein wachsender Interesse an den Aufgabengebieten des TH zeigte sich jetzt in der Leinenweberstraße beim McDonald‘s als trotz des schlechten Wetters am vergangenen Samstag gegen 11.30 Uhr ein Besucherstrom einsetzte. Pünktlich wie geplant war der „Tag der offenen Tür“ eineinhalb Stunden zuvor eröffnet worden.

Unsere Leute berichteten von einer Situation, die  sie so extrem noch  nie erlebt hatten.

Timm Krumm, THW

„Wir sind mit dem Besuch unserer Info-Veranstaltung zufrieden“, so der 29-Jährige THWler, der als Familienvater von zwei kleinen Kindern und einer neu übernommenen Führungsposition im Hauptberuf „künftig etwas kürzer“treten möchte, wie er sagt, aber natürlich weiterhin bei Einsätzen dabei sein will. Ein Beispiel: „Wir sind mit dem Lkws zur Sammelstelle nach München gefahren und haben Schutzmasken abgeholt und dann ans Landratsamt verteilt, das die weitere Verteilung orgnisierten musste.“

Nicht dabei sein konnte Krumm dagegen beim Einsatz im Ahrtal. „Unsere Leute berichteten von einer Lage, die sie so extrem noch nie erlebt hatten. Im kleinen Kreis der dort helfenden Füssener wurden die schockierenden Erlebnisse aufgearbeitet“, berichtet der THW-Fachberater.

Gut aufgestellt

Als – nach eigenen Angaben – einer der ältesten Ortsverbände Deutschlands sind die THWler in der Lechstadt unter dem Ortsbeauftragten Christopher Pult personell gut aufgestellt. Wer mit leichtem und schwerem Gerät umgehen will, wird dafür geschult. Am Anfang jeder THW-Laufbahn steht immer der Erste Hilfe Kurs.

Neben der Führungsstab, der Grundausbildungsgruppe sowie der Jugendgruppe – so heißt es im ausgelegten Flyer – verteilen sich die Einsatzkräft in folgende vier Einheiten: Zugtrupp, Bergungsgruppe, Fachgruppe Notversorgung und Notinstandsetzung, Fachgruppe Räumen. „Unsere Fachgruppe zur Notversorgung und Notinstandsetzung ist die universelle Unterstützungs- und Transporteinheit“, erklärt Krumm.

„Geleistet wird Unterstützung für die anderen Fachgruppen.“ Jede volljährige Person, die sich dem THW anschließe, könne etwas im Rahmen der Einsätze beitragen. Beispiele dafür sind Licht-, Elektro-und Pumparbeiten. Unterstützung im Stab und in der Veraltung brauche die Füssener Ortsgruppe, die „Wert auf gutes Teamwork legt“, ebenfalls.

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