Momix Botanica: Eine Hommage an die Natur

Als goldene Bäume tanzt das Ensemble über die Bühne. Foto: nis

Füssen – Ein Feuerwerk an Farben, Figuren und Tönen hat die Aufführung Momix Botanica kürzlich dem Publikum beschert. Auf ihrer Tournee durch Deutschland und Österreich gastierte das Tanz-Theater mit der aktuellen Choreographie von Moses Pendleton im Festspielhaus.

Wer nur getanzte Blumen erwartet hatte, wurde überrascht, es war mehr als das. Die Bühne verwandelte sich alle paar Minuten in ein anderes Szenario aus der Natur: Schneebedeckte Berge, an denen ein Fluss vorbei rauschte aus dem tanzende Wassergeister stiegen, ein grünes Blatt ans Ende der Bühne projiziert vor dem vermutlich Läuse hüpften oder eine Tänzerin sich so erotisch bewegte, dass eine Spinne völlig neu betrachtet werden muss. 

Schien die Musik anfangs zu laut, die jedes Mal den Betrachter ins nächste Bild trug und ihn in der bunten Bühnenwelt festhielt, gab der Zuschauer spätestens beim dritten Bild auf, sich gegen die Lautstärke zu wehren, weil er sich längst im Bühnengeschehen wähnte. Die fünf Tänzerinnen und fünf Tänzer leisteten fast Akrobatisches. Leidenschaft und Verführung, Angst und Freude, Jagd und Eifersucht stellten sie so überzeugend dar, als seien sie die Hornissen oder die Steinböcke. 

Foto- oder Filmprojektionen zeigten die Umgebung. Die Musik war eine Collage mit Beats, Urwaldtrommeln und Klängen von Enya bis Vivaldi und Vogelgezwitscher vervollständigten die Szenerien. Musiker wie Peter Gabriel und Azam Ali zeichneten verantwortlich für den Sound des Tanz-Theaters. Momix-Botanica, ein Ausflug in die Ursprünglichkeit des Lebens – getanzte Bilder, schön und zauberhaft. jl

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