Tarifstreit beigelegt

Das Säbelrasseln zwischen Geschäftsführung und Arbeitnehmervertretung im Vorfeld des Tarifstreits war ungewöhnlich heftig, doch nun haben sich IG Metall und der Füssener Automobilzulieferer PMG auf einen Tarifvertrag geeinigt. Der gleicht beinahe dem Alten – und gilt bis Ende 2018.

„Die Eckpunkte sind schnell erklärt“, so IG Metall-Bevollmächtigte Dietmar Jansen am Donnerstag auf Nachfrage des KREISBOTE. Der neue Tarifvertrag gleicht grundsätzlich dem Flächentarifvertrag für die Metall- und Elektroindustrie. Eine Änderung gab es jedoch beim bisherigen Leistungsentgelt. Das wird nun zu einem Teil – und Stufenweise – in eine gewinnabhängige Prämie umgewandelt. Besonderes „Zuckerl“: die 750 Euro, die die PMG-Führung – sehr zum Unmut der Gewerkschafter – für diejenigen ausgelobt hatte, die sich nicht an Streiks beteiligen, bekommen nun alle PMG-Mitarbeiter, erklärte Jansen. Den für den gestrigen Freitag anberaumten Warn-Streik konnten die Metaller absagen, nur einmal, am letzten Dienstag, hatten die Angestellten des Werks die Arbeit niedergelegt. Zuvor hatten sich Gewerkschaft und Geschäftsführung einen heftigen Schlagabtausch geliefert. PMG hatte unter anderem die Wahl der IG Metall-Vertrauenspersonen auf dem Firmengelände untersagt, die Gewerkschafter eine Klage der Firma gegen den Betriebsratsvorsitzenden Robert Breibeck scharf kritisiert. Die Nachricht vom Durchbruch im Tarifstreit erreichte uns kurz vor Redaktionsschluss dieser Ausgabe, PMG-Geschäftsführer Christian Rasch war in der Kürze der Zeit zu einer Stellungnahme nicht zu erreichen.

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