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Tauchunfall im Plansee: Deutscher steigt in Panik zu schnell auf

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Von: Matthias Matz

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Plansee bei Breitenwang
Im Plansee ist es am Sonntag beinahe zu einer Tragödie gekommen. © a4ndreas/panthermedia

Weil er beim Tauchen im Plansee in Panik geriet, ist ein Taucher viel zu schnell aufgetaucht. Ein Rettungshubschrauber brachte den Mann ins Krankenhaus.

Reutte/Breitenwang - Vermutlich wegen eines technischen Defekts an seinem Atemregler ist ein 59 Jahre alter Taucher aus Deutschland am Sonntag in Panik geraten und ohne die notwendigen Pausen aus einer Tiefe von 35 Metern aufgestiegen. Der zunächst nicht ansprechbare Mann musste mit dem Rettungshubschrauber ins Murnauer Krankenhaus geflogen werden.

Zu dem Unfall kam es laut Tiroler Polizei, als eine Tauchergruppe aus Deutschland gegen 10.15 Uhr im Plansee in ca. 35 Meter Tiefe unterwegs war. Plötzlich soll der 59-Jährige per Handzeichen angezeigt haben, dass bei ihm etwas nicht in Ordnung sei. Eine 48-Jährige der Tauchergruppe bemerkte die Signale und versuchte, dem 59-Jährigen ihren zweiten Atemregler zu übergeben, nachdem der Atemregler des Mannes nicht mehr funktionierte.

Der 59-Jährige geriet in Panik und tauchte in Begleitung der 48-Jährigen viel zu schnell und ohne die notwendigen Pausen auf. An der Wasseroberfläche angekommen, war der 59-Jährige vorerst nicht mehr ansprechbar. Mit Unterstützung weiterer Kräfte konnten die beiden aber schließlich an Land gezogen werden.

Nach der Erstversorgung an der Unfallfallstelle wurde der 59-Jährige mit dem RK2 ins Krankenhaus Murnau geflogen, die 48-Jährige wurde mit der Rettung ins BKH Reutte gebracht. Beide wurden mit Verletzungen unbestimmten Grades stationär aufgenommen.

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